Mo., 26.09.2016

Kommentar zum DSC Es liegt nicht nur an einem

Nürnberg jubelt, Arminia am Bioden: eine Szene nach der 1:3-Niederlage.

Nürnberg jubelt, Arminia am Bioden: eine Szene nach der 1:3-Niederlage. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Derart heftig sind die Arminen von ihrem Publikum schon lange nicht mehr abgewatscht worden. Selbst die treuen Fans auf der Südtribüne hatten nach dem 1:3 gegen Nürnberg die Nase gestrichen voll. Als sich die DSC-Profis für die Unterstützung bedanken wollten, schallten den Spielern die Pfiffe wie Ohrfeigen ins Gesicht. Ihre schlechteste Saisonleistung hat die Arminen dort hingeführt, wo sie nach sieben Spielen auch hingehören: auf den letzten Platz.

Dass Fabian Klos in seiner Rolle als Kapitän drastische Worte wählt, um das lethargische Team endlich aufzuwecken, ist wichtig und richtig. Dass er den Trainer aus der Schusslinie zu nehmen versucht, ehrt ihn, kann aber nicht davon ablenken, dass nach der Nicht-Leistung von gestern die Diskussion um Rüdiger Rehm nun vollends entbrannt ist.

Der im Sommer verpflichtete Coach hat sich bislang vergeblich bemüht, seiner Mannschaft eine Struktur zu geben. Von Stabilität ganz zu schweigen. Mal ein paar nette Ansätze hier, dann eine gute Halbzeit dort – das war’s dann aber auch schon. So wird das nichts, so steigt man ab.

Die Verantwortung für den alarmierenden Saisonstart aber ausschließlich Rehm zuzuschieben, wäre viel zu einfach. Stattdessen bleibt nach sieben sieglosen Ligaspielen und einem überaus glücklichen Sieg im Erstrundenpokalspiel bei einem Viertligisten festzuhalten: Sportchef Samir Arabi hat im Sommer nicht einen Spieler verpflichtet, der den DSC – Stand heute – wirklich voranbringt. Im Gegenteil. Arminia ist Letzter. Schlechter hätte es mit dem Personal aus der Vorsaison also gar nicht laufen können. Zur Erinnerung: Rehms erklärtes Ziel war es, mit dem DSC besser abzuschneiden als sein Vorgänger. Unter Norbert Meier war Arminia in der Vorsaison Zwölfter geworden.

Erst vor ein paar Wochen hat Arminias Aufsichtsrat Arabi vom Sportlichen Leiter zum Geschäftsführer befördert. Nicht auszuschließen, dass dieser Aufsichtsrat Arabi bald auffordert, seinen Wunschtrainer wieder zu entlassen. Das wäre dann auch für den leitenden Angestellten eine schwere Niederlage.

Sonntag gastiert Arminia beim Vorletzten Kaiserslautern, danach ist Länderspielpause. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Profiklub diesen Zeitpunkt nutzt, um etwas Neues auszuprobieren.

Kommentare

Logisch

Klos hat also schuld, wenn die Abwehr wackelt !?
Wer sich hier so solchen dümmlichen Aussagen hinreissen lässt, disqualifiziert sich doch selbst.

Arminia

Das war der absolute Tiefpunkt. Herr Rehm wollte alles besser machen als sein Vorgänger. Das Gegenteil ist der Fall. Keine Struktur im Spiel, kein Spielwitz, Zweikampfschwach, spielerische u. technische Mängel. Die Neuen sind zumindest bis jetzt keine wirklichen Verstärkungen. Ich habe da schon etliche bessere Kreisligsaspiele gesehen. Es muss sich also vieles in kürzester Zeit verbessern sonst wird es ganz schwer mit dem Klassenerhalt der für den DSC ja Überlebenswichtig ist.

Arminia

Na klar, das ist jetzt einfach, R. Rehm raus und das war es. Nein, das ist es nicht, unser neuer Geschäftsführer Sport S. Arabi ist das Problem.
Was da gestern auf der Alm an Spielern herumtrabte, mehr war es ja nicht, hat in der 2. Liga nichts zu suchen. Allen voran F. Klos, der hier völlig überbewertet wird. Wer ist für den Kader verantwortlich ?
Da sollte man ansetzen, wenn man dauerhaft 2. Liga in Bielefeld haben möchte.





DSC Arminia

Vielleicht sollte der Trainer mal mit einem neuen Konzept kommen bzw. das Mannschaftsgefüge
ändern. Dazu gehört nach meinem Dafürhalten, dass Herr Klos sofort auf die Bank gesetzt wird.
Herr Klos gehört nicht in eine 2. Liga-Mannschaft. Viel zu unbeweglich u. z.T. zu eigensinnig.
Die ganze Mannschaft ist auf Herrn Klos zugeschnitten u. damit viel zu leicht ausrechenbar.
Trotzdem viel Glück in Kaiserslautern.......

4 Kommentare

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