Di., 18.10.2016

Kommentar zur Tengelmanns Verkaufsliste Nicht lustig

Ein ein zum Verkauf stehender Markt in Mönchengladbach.

Ein ein zum Verkauf stehender Markt in Mönchengladbach. Foto: dpa/Wolfram Kastl

Von Bernhard Hertlein

Welche Kaiser’s Filiale hätten Sie denn gerne? Darf es auch ein bisschen mehr sein?

Mit dem Verschicken einer Ankreuzliste an die anderen Handelskonzerne in Deutschland startet Tengelmann den Einzelverkauf seiner Filialen. Nicht nur die (noch) 16.000 Beschäftigten der Supermarktkette finden das mit Sicherheit gar nicht lustig. Ihre Interessen und ihre Zukunft spielten jedoch zuletzt ohnehin keine Rolle. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich mit dem Wunsch nach einer einvernehmlichen Lösung an die Bosse gewandt. Doch sie pflegten ein Mal mehr nur ihre Eitelkeiten und eigenen Interessen.

Sicher, wer nur Verluste schreibt, muss sich aus dem Markt verabschieden. Das sollte rechtzeitig geschehen, damit sich die Mitarbeiter, unterstützt mit Geld aus dem Sozialplan, neue Jobs suchen. Im Fall Kaiser’s wurden sie immer wieder in falscher Sicherheit gewogen. Es wurden falsche Hoffnungen geweckt – nicht zuletzt durch die Ministererlaubnis, mit der Sigmar Gabriel den Kartellamtsbescheid aushebeln wollte. Auch der Versuch ist alles andere, nur nicht lustig.

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