Do., 20.04.2017

Direkter Draht ins Hirn Direkter Draht ins Hirn

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Foto: dpa

Von Thomas Lunk

Die Idee, eine direkte Schnittstelle zwischen Hirn und Computer zu schaffen, ist nicht neu. Bisher aber schien das Thema im technologischen Grenzland zwischen Wissenschaft und Science Fiction angesiedelt zu sein.

Jetzt packt es ein Konzern an, dessen Namen man mit Kommunikation und Unterhaltung verbindet. Damit scheint es greifbarer zu werden. Dabei gibt es sie schon, Maschinen, die Gehirnströme lesen, Prothesen steuern und gelähmten Menschen Verständigung ermöglichen.

Was Facebook ankündigt, könnte Cortana, Siri und Alexa – die digitalen Assistenten von Microsoft, Apple und Amazon – bald aufs Abstellgleis schicken. Aber schon diese Schnittstellentechnik ist umstritten. Was »telefonieren« die Assistenten nach Hause, was lernen Sie über uns, was wir nicht preisgeben wollen? Vielleicht steuern unsere Gehirne bald Maschinen – gedankenschnell –, vielleicht Drohnen. Computer schreiben bald, was wir denken.

Es wird höchste Zeit, dass wir uns über die Implikationen Gedanken machen. Ob wir wollen, dass Konzerne einen Draht ins Hirn bekommen. Diese Technik nimmt Einfluss auf die Gesellschaft, überlassen wir das Thema nicht nur Facebook & Co.

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