Di., 02.05.2017

Kommentar zu Merkels Besuch bei Putin Gut, dass sie reden

Wladimir Putin begrüßt Angela Merkel.

Wladimir Putin begrüßt Angela Merkel. Foto: dpa

Von Bernhard Hertlein

Sie reden noch miteinander. Das ist schon das Weitestgehende, was man zum Treffen der Bundeskanzlerin mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Sotschi sagen kann.

Das darf und wird sich auch so lange nicht ändern, so lange Moskau an der Besetzung der Krim, an der Destabilisierung der Ost-Ukraine und an der Unterstützung für den syrischen Diktator Baschar al-Assad festhält. Hinzu kommt – Angela Merkel hat es angesprochen – die Belastung durch die fortdauernde Unterdrückung der Meinungsfreiheit und die Verfolgung von Minderheiten wie den Homosexuellen in Russland selbst.

In den Augen Putins hat Deutschland allerdings längst nicht mehr für Russland den Stellenwert, den es zu Zeiten von Michail Gorbatschow und Helmut Kohl sowie unter Kanzler Gerhard Schröder gehabt hat. Das hat etwas mit der geschrumpften Solidarität in der Europäischen Union, aber auch mit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten zu tun. Sollten diese zwei Egomanen einmal nicht mehr miteinander reden, dann allerdings wird die Lage gefährlich.

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