So., 11.06.2017

Kommentar zum Bundeswehrstandort Augustdorf Name ist zweitrangig

Ursula von der Leyen war in der Kaserne in Augustdorf zu Gast.

Ursula von der Leyen war in der Kaserne in Augustdorf zu Gast. Foto: Oliver Schwabe

Von Dietmar Kemper

Eine Kaserne ist mehr als nur ein Militärlager. Ein Bundeswehrstandort ist immer auch ein Wirtschaftsfaktor. Deshalb dürfen sich die Anrainerkommunen der Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne in Augustdorf zu Recht über das mit Investitionen in Millionenhöhe verbundene Bekenntnis von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zum Standort freuen. Dadurch werden Arbeitsplätze erhalten und neue geschaffen.

Sicherung und Ausbau des Standortes sind für die Menschen in der Region wichtiger als die Diskussion über den Namen der Kaserne. »Wüstenfuchs« Erwin Rommel, einst einer von Hitlers Lieblingsgenerälen, ging später auf Distanz zum »Führer« – ein wirklicher Widerstandskämpfer war er aber nicht. Weil die Kaserne weiter nach ihm benannt bleiben soll, werden die Diskussionen wohl weitergehen.

Sicher spräche nichts dagegen, das Militärlager »Lipperland-Kaserne« zu nennen. Die Brigade dort heißt ja schon so. Eine Umbenennung würde die Zahl der Rechtsextremisten in der Truppe aber nicht automatisch verringern. Gegen falsche Traditionalisten hilft keine Nomenklatur, sondern nur strenges Durchgreifen.

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