Di., 13.06.2017

Kommentar zur Kaufkraft von Senioren Eine Zahl, zwei Seiten

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Von Oliver Horst

Wie immer bei Statistiken gilt bei der Studie zur Kaufkraft-Verteilung nach Altersklassen eines ganz besonders: Durchschnittswerte lassen viel Raum – nach oben und unten. Natürlich gibt es nicht nur gut situierte Senioren und die goldene Rentnergeneration. Viele Menschen über 60 müssen jeden Cent zwei Mal umdrehen. Doch das gilt in den jüngeren Altersgruppen ebenso.

Gleichwohl sind die Ergebnisse ein Beleg für das Gefühl von einer agileren, aktiveren und auch konsumfreudigeren Seniorengeneration. Und sie decken sich mit Erhebungen, wonach die verfügbaren Einkommen von Menschen im Rentenalter in den vergangenen 30 Jahren viel stärker gestiegen sind als die von Personen im Erwerbsalter.

Es gibt Argumente dafür und dagegen, dass die Entwicklung sich so fortsetzt. Da ist einerseits das sinkende Rentenniveau, aber andererseits auch mehr private Altersvorsorge. Da gibt es Rekordbeschäftigung, aber auch viele schlecht bezahlte Jobs. Und das schürt die Furcht vor Altersarmut gerade bei denen, die unterhalb des Durchschnitts liegen.

Kommentare

...und das sind in der GRV die meisten

Von 20,5 Millionen Rentnern bekommen 10 Millionen unter 1000 Euro.
Die Durchschnittsrente (nicht die Eckrente) liegt bei 1014 Euro wurde mir in der Rentenberatung in Paderborn mitgeteilt. Die Durchschnittspension liegt bei 2500 Euro; die Mindestpension bei 1400 Euro.
Die Mindestrente ist die Grundsicherung und liegt so mit Wohngeld bei 800 Euro. Die sogenannte Lebensleistungsrente nach 45 Beitragsjahren betraegt so um 850 Euro.

Hiervon geht meines Wissens noch die Krankenversicherung runter.

Ein paar Auserwaehlte, die in grossen Betrieben gearbeitet haben und zusaetzlich das Glueck hatten bei Entlassungswellen mit Hintergrund betriebsbedingter Kuendigung nicht aufgrund vorhandener Sozialpunkte entlassen zu werden, bekommen Betriebsrente.

Handwerker gehoeren hier nicht dazu.


Uebrigens zahlt jeder zwangsweise fuer die eigene Rente ein und der Staat bzw. Die "Rentenkasse" ist verpflichtet dementsprechend nach Erreichen des Renteneintrittsalters eine Rente zu zahlen. Allerdings nimmt der Staat dieses Geld des Beitragszahlers in der Zeit vor dem Renteneintrittsalter also in einer Zeit in der der Beitragszahler sowieso nicht an sein Geld kommt und zahlt es an die aktuellen Rentner.

Einer Babyboomgeneration, die es irgendwann zu versorgen gilt, steht eine zahlenmaessig geringere Elternrentnergeneration gegenueber, so dass wenn nicht alle Eltern Spitzenverdiener und alle Babybommer Loser sind ein Ueberschuss erzielt wird.

Wenn man eine geschlossene Rentenkasse hat, darf man diesen Ueberschuss nicht anderweitig verwenden, oder aber man ist in Zeiten schlechter gefuellter Kassen verpflichtet, diese Luecke mit Steuergeldern aufzufuellen.

In sofern braucht auch die Jugend keine Angst haben, sie bekaeme irgendwann keine Rente.

Aber muss Rente lebensstandardsichernd nur fuer einige wenige Priviligierte sein?

Muss jemand, der sein Leben lang gut verdient hat (und das ist oft auch eine Frage der Bewertung. Warum verdient ein z.B. Krankenpfleger so wenig) und deshalb haette zusaetzlich noch privat vorsorgen koennen eine so hohe Rente oder noch schlimmer eine hohe Pension, fuer die er noch nicht einmal eingezahlt hat, bekommen?

Ich waere fuer eine Erhoehung der Kaufkraft aller Ruhestaendler (mindestens Pensionaere und Rentner, vielleicht auch ehemals Selbststaendige und Menschen in Versorgungskassen) und plaediere fuer eine Einheitsrente in Hoehe von 1500 Euro ab dem jetzt schon realen Renteneintrittsalter von 62 fuer jeden (bei Paaren also 3000 Euro) bzw. Nach Abzug des KV-Beitrags in Hoehe von 200 Euro, dann 1300 bzw. 2600 Euro. Eine Hinterbliebenenrente macht dann allerdings keinen Sinn mehr.

Finanzierung bis einschliesslich 76 aus beitraegen, danach aus Steuergeldern oder Gebuehren.

Finanzierbar ist das. Ich vermute mal an dieser Stelle, dass es den meisten Ruhestaendlern noch besser ginge als jetzt und auch die Beitragszahler nicht mehr als jetzt strapaziert wuerden

Gutverdiener, die von Atersexistenzaengsten geplagt werden, koennten ja zusaetzlich noch privat vorsorgen.




Dies wird allerdings niemals passieren, da ausgerechnet die, die man waehlt, um seine Interessen vertreten zu bekommen, doch eher eigennuetzige Ideen haben und deshalb lieber einen Spalt zwischen jung und alt und Kinderlose und Familien treiben und dabei oft die demografische Entwicklung bemuehen (lassen wir das mal unbewertet stehen).

Aus gegebenen Anlass wollte man den Ehrensold aendern.

Frau Nahles sagte dazu, nachdem (?) nichts geaendert wurde, es waere ja nur einer.

In diesem Sinne,

Schoenen Tag

1 Kommentare

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