Sa., 24.06.2017

Kommentar zu Kretschmanns Wutausbruch Sinn für Realitäten

Winfried Kretschmann.

Winfried Kretschmann. Foto: dpa

Von Stefan Vetter

Es ist wahrlich kein Geheimnis, dass Winfried Kretschmann öfter mit seiner grünen Partei über Kreuz liegt. Nun sorgt der manchmal etwas kauzig wirkende Baden-Württemberger wieder für Aufregung, weil er aus seiner Ablehnung eines jüngsten Parteitagsbeschlusses keinen Hehl macht. Aber auch das kommt nicht überraschend.

Kretschmann regiert ein Land, in dem die Autoindustrie ein zen­traler Wirtschaftsfaktor ist. Deshalb setzt er als Ministerpräsident zu Recht auf einen Dialog mit den Herstellern, um E-Mobilität und Klimaschutz zu befördern. Die markige Forderung im grünen Wahlprogramm, das Ende neuer Verbrennungsmotoren mal locker auf das Jahr 2030 zu datieren, ist sicher etwas fürs politische Schaufenster. Mehr nicht.

Dass der Weg in eine saubere Autowelt zum Beispiel mit großen Unwägbarkeiten bei den Arbeitsplätzen in der Branche verbunden ist, kümmert Spiegelstrich-Fanatiker wenig. Aber Kretschmann muss sich darum kümmern. Und er tut das offenbar recht erfolgreich. Ansonsten wären die Grünen im »Ländle« nicht an der Macht.

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