Sa., 08.07.2017

Kommentar zum Ansturm auf Notaufnahmen Sie fragen Dr. Google

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Von Christian Althoff

Bei leichten Beschwerden einfach mal ein, zwei Tage abwarten und dann vielleicht zum Hausarzt gehen – was früher üblich war, gilt in Zeiten des Internets für viele Menschen nicht mehr. Jedes Symptom wird sofort gegoogelt, und in Foren werden medizinische Laien nach ihrer Einschätzung gefragt.

Kein Wunder, dass die Menschen verunsichert sind und ihnen die Fähigkeit abhanden kommt, Wehwehchen nüchtern zu bewerten. Statt ihrem Körper zu lauschen und ihm die Chance zur Selbstheilung zu geben, gehen sie sofort ins Krankenhaus. Die sind schließlich immer da, die haben alle Geräte, und es kostet ja nichts – jedenfalls nicht den, der das ausnutzt.

Dass sich der 10. Westfälische Ärztetag um dieses Phänomen gedreht hat, zeigt, wie groß das Problem ist. Nicht nur Krankenhausnotaufnahmen klagen über Patienten, denen eigentlich nichts fehlt, auch Hausärzte erleben das. Solche Patienten verstopfen das System. Sie kosten Geld und Zeit. Ob eine Notfallgebühr, wie sie von einigen Ärzten vorgeschlagen wird, das ändern kann? Es käme auf den Versuch an.

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