Mi., 26.07.2017

Kommentar zu Influencern Finanzierung offenlegen

Caro Daur gehört zu den bekanntesten deutschen Influencern.

Caro Daur gehört zu den bekanntesten deutschen Influencern. Foto: dpa

Von Bernhard Hertlein

Eine Zeitung und ein Magazin können noch so gut recherchieren, wenn sie nicht gekauft werden, haben sie keine Zukunft. Deshalb kann man zwar über die schlechte Qualität einiger Internetblogs lamentieren; auf Dauer aber entscheiden die Klicks. Noch kann man hoffen, dass sich bei der Überfülle des Angebots am Ende auch Qualität durchsetzt.

Dass Blogger und Influencer für Arbeit auch bezahlt werden wollen, ist verständlich. Schwierig wird es da, wo der Verbraucher im Ungewissen gehalten wird, wie die Finanzierung geregelt ist. In den gedruckten wie auch in den traditionellen elek­tronischen Medien müssen Werbeanzeigen als solche kenntlich gemacht werden. Das muss auch im Internet gelten – auch dann, wenn der Computer des Influencers im Ausland steht.

Geschieht das konsequenter als bisher, werden möglicherweise manchem gutgläubigen »Freund« oder Fan eines Bloggers die Augen aufgehen. Der Vertrauensverlust, der dann eintritt, wird auch die Hersteller treffen. Das können diese verhindern, indem sie schon in dieser frühen Phase, in der vieles erst noch getestet wird, auf die vollständige Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften achten.

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