Do., 03.08.2017

Kommentar zum Skandal um insektizidbelastete Eier Kontrolleure gesucht

Im Auftrag der niederländischen Lebensmittelkontrollbehörde NVWA werden rund eine Million Eier aus einer Geflügelfarm in Onstwedde zerstört.

Im Auftrag der niederländischen Lebensmittelkontrollbehörde NVWA werden rund eine Million Eier aus einer Geflügelfarm in Onstwedde zerstört. Foto: Huisman Media/dpa

Von Detlef Drewes

Die Lücken im Kontrollnetz der Lebensmittelprüfer sind erkannt. Der jüngste Skandal um belastete Eier zeigte, wie dringend eine Reform der Lebensmittelüberwachung nötig ist.

Es bleibt nur ein schwacher Trost, dass die entsprechenden Maßnahmen längst beschlossen wurden. Denn bis zum Inkrafttreten der neuen Regeln dauert es noch zwei Jahre. Bis dahin gibt es Defizite und große Probleme, den vielschichtigen Markt im Blick zu behalten. Nicht wenige der zuständigen Behörden leiden unter Personalknappheit.

Allerdings kann der EU-Fahrplan nicht als Entschuldigung dafür herhalten, dass die als notwendig erkannten Maßnahmen bisher nicht installiert wurden. Denn keiner verbietet den Mitgliedstaaten, schon früher seine Lebensmittelüberwachung effizient umzubauen.

Aber auch Deutschland nimmt sich dafür Zeit. Dabei gibt es niemanden, der die neue Kontrolle-Vorschriften ernsthaft kritisieren würde. Sie sind sogar von der Branche selbst akzeptiert worden. Spätestens nach dem jetzigen Vorfall um kontaminierte Eier wäre es an der Zeit, die Umsetzung der EU-Vorgaben in die Gesetze der Mitgliedstaaten voranzubringen.

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