Sa., 05.08.2017

Kommentar zu Insektiziden in Eiern Das Gute im Schlechten

Ein Mitarbeiter vom Chemischen Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe untersucht Eier.

Ein Mitarbeiter vom Chemischen Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe untersucht Eier. Foto: dpa

Von Werner Kolhoff

Wieder ein Lebensmittelskandal , werden viele denken, wenn sie hören, dass Eier Rückstände eines für Menschen potenziell gefährlichen Insektizids enthalten. Doch es hat schon lange keinen Vorfall dieser Größenordnung mehr gegeben. Pferdefleisch in der Lasagne, das war 2013. Die gute Nachricht ist also: Die europäischen und deutschen Warnsysteme funktionieren. Die Kunden werden schnell informiert.

Gleichwohl muss die Politik aus jedem Skandal neu lernen und ihre Abwehrinstrumente schärfen. So wie es auch bisher schon war und zu dem aktuell hohen Stand der Überwachung geführt hat. Denn der Markt ist europaweit, ja sogar weltweit, so verwoben, dass ein Fehler in einem Land weit weg noch Folgen hat. Eine sofortige Konsequenz muss sein, dass auch Nudeln und andere Produkte, in denen Eier verarbeitet sind, die Eier-Kennzeichnung erhalten müssen. Zur Not im nationalen Alleingang. Die zweite, die Lebensmittelkontrolle personell auszubauen, um das Risiko der Entdeckung zu erhöhen und die Bürger noch besser zu schützen.

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