Di., 08.08.2017

Kommentar zur Diesel-Umtauschprämie Der nächste Trick

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Von Oliver Horst

Der Diesel-Abgasskandal und seine Auswüchse werden immer grotesker. Nachdem den Autobauern beim halbherzigen Dieselgipfel teure Nachrüstungen erspart geblieben sind, versuchen sie nun auch noch Kapital aus dem Dilemma zu schlagen, dass sie Autobesitzern eingebrockt haben. Die Fahrer von Millionen Dieselautos müssen Fahrverbote und Wertverluste nur fürchten, weil die Branche in unseliger Allianz mit den Spitzen der Politik und obersten Behörden bei den Abgaswerten getrickst hat.

Doch statt einer Wiedergutmachung des Schadens setzen die Konzerne jetzt auf Umtauschprämien, die als Sonderkonjunkturprogramm vor allem ihnen selbst helfen sollen. Zumal im Gegenzug bei den üblichen Rabatten gespart werden könnte.

Besitzern ganz alter Dieselautos bis zur Abgasnorm Euro 3, die längst nicht mehr in Umweltzonen fahren dürfen, soll der Kauf eines teuren Neuwagens schmackhaft gemacht werden. Bei Euro-4-Dieseln gilt zu prüfen, ob die Prämie dem Restwert gerecht wird. Und die Besitzer neuerer Diesel mit Abgasnorm Euro 5 oder 6 können weiterhin nur hoffen, dass ihnen Fahrverbote und allzu große Wertverluste erspart bleiben.

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