Fr., 11.08.2017

Kommentar zur E-Auto-Quote Unsinnig

Ein Hybrid-Auto wird an einer Ladestation aufgeladen.

Ein Hybrid-Auto wird an einer Ladestation aufgeladen. Foto: dpa

Von Wolfgang Schäffer

Nein, und noch einmal Nein. Die Elektromobilität ist nicht das Allheilmittel, um die Debatten um CO 2 , NO x und Feinstaub zu beenden. Ja, es gibt viele Einsatzgebiete, vor allem der reine Stadtverkehr, die geradezu ideal für diese Antriebart sind.

Doch zu schlecht ist derzeit noch die Ökobilanz eines Stromers. Das gilt für die Herstellung der Batterien wie für die Stromerzeugung. Zudem fehlt es an ­allen Ecken und Ende an Infrastruktur. Der Wunsch nach Ladesäulen scheitert oft schon an zu schwachen Zuleitungen.

Solche Argumente zählen angesichts der ausgebrochen Diesel-Hysterie nicht. Ohne diese Antriebsart aber werden die von der EU vorgegebenen CO 2 -Ziele nicht zu erreichen sein.

Schulz und Co. stehen unter Strom

Das jedoch verdrängen Martin Schulz und andere Teile der SPD. Sie stehen angesichts der bevorstehenden Wahlen mächtig unter Strom. Anders ist die unsinnige Forderung nach einer E-Auto-Quote kaum zu erklären.

Weitaus wichtiger als eine solche Quote sind auf politischer Seite das konsequentere Verhindern von illegalen Tricksereien und Investitionen der Industrie in tatsächlich zukunftsträchtige Antriebe – wie etwa die Brennstoffzelle.

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