Mi., 23.08.2017

Kommentar zum »Elterntaxi« und der Gefahr zur Überbehütung Weniger ist mehr

Sicher und bequem: Viele Kinder werden per »Elterntaxi« zur Schule gebracht.

Sicher und bequem: Viele Kinder werden per »Elterntaxi« zur Schule gebracht. Foto: dpa

Von Andreas Kolesch

Es gibt tausend Gründe für das »Elterntaxi« zur Schule: Das Wetter ist schlecht, wir haben mal wieder verschlafen, der Ranzen ist heute so schwer. Und es gibt den tausendundersten, oftmals wirklich entscheidenden Grund: Wenn ich mein Kind zur Schule bringe, dann weiß ich wenigstens, dass ihm unterwegs nichts passiert.

Diese Sorge wohl aller Eltern ist nachvollziehbar. Doch von der natürlichen Sorge zur Überbehütung ist es nur ein kleiner Schritt. »Wer die Lebenslaufbahn seiner Kinder zu verpfuschen gedenkt, der räume ihnen alle Hindernisse weg«, wusste schon der schweizerische Verleger und Motivationstrainer Emil Oesch.

Was nicht heißt, dass sich alle Erstklässler ohne elterliche Begleitung in die Tücken des Berufsverkehrs stürzen sollen. Aber wenn der Schulweg nur rechtzeitig und oft genug geübt wird, wenn das Kind selbstsicher ist und sich den Weg – allein oder in der Gruppe – zutraut, dann ist die Zeit zum Loslassen gekommen. Auch deshalb, weil das Parkplatzchaos vor den Schulen oftmals das größte Risiko auf dem Schulweg darstellt.

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