Sa., 09.09.2017

Kommentar zur Forderung nach Rauchverbot im Auto Leider unvermeidlich

Ein Autofahrer raucht (Symbolbild).

Ein Autofahrer raucht (Symbolbild). Foto: dpa

Von Dietmar Kemper

Welcher Idiot qualmt schon sein Auto voll, wenn ein Kind auf der Rückbank sitzt? Ein solches Verhalten ist nicht nur egoistisch, sondern auch fahrlässig.

Deshalb sollte die Mahnung des Deutschen Kinderhilfswerks und des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, im Auto die Zigarette in der Schachtel zu lassen, wenn Kinder mitfahren, längst überflüssig sein. Weil es aber immer noch genügend unverbesserliche Zeitgenossen gibt, sollte der Gesetzgeber die Straßenverkehrsordnung ergänzen und ein Rauchverbot erlassen.

Mit dem Verdammen von Rauchern hat das gar nichts zu tun. Es ist schlicht ein Gebot der Vernunft, die Gesundheit der Kinder zu schonen.

Natürlich ist das private Auto etwas anderes als die öffentliche Kneipe. Aber ein Schutzraum für unverantwortliches Verhalten ist es auch wieder nicht. Wenn sie ins Auto steigen, tragen die Erwachsenen außer der Verantwortung für die übrigen Verkehrsteilnehmer auf der Straße auch Verantwortung für die Insassen. Kinder haben ein Anrecht darauf, von gesundheitsschädlichem Qualm verschont zu werden. Ein gesetzliches Rauchverbot würde daraus ein verbrieftes Recht machen.

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