So., 01.10.2017

Kommentar zum Burka-Verbot Gesicht zeigen!

Österreichische Polizisten mit einer Muslimin in Zell am See.

Österreichische Polizisten mit einer Muslimin in Zell am See. Foto: dpa

Von André Best

Nach Frankreich und Belgien nun also auch Österreich: Immer mehr europäische Länder verbieten das öffentliche Tragen von Ganzkörperschleiern (Burka) und Gesichtsschleiern (Nikab). Richtig so. Auch in Deutschland würde ein einheitliches Gesetz mehr Klarheit schaffen. In Hessen gilt das Verbot nur im öffentlichen Raum, in Niedersachsen an Schulen und in Bayern zusätzlich in Kindergärten.

Es stimmt, dass die Religionsfreiheit ein hohes Gut ist. Aber richtig ist auch, dass Vollverschleierung eben nicht zu unserer deutschen Leitkultur gehört. Diese Richtschnur für das Zusammenleben gilt es zu bewahren. Gesicht zeigen, statt sich zu verstecken, den Frauen Schutz vor Unterdrückung bieten – so sollte es in Deutschland sein.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat entschieden, dass ein Verbot der Vollverschleierung rechtens ist. Für ein Miteinander sei es unerlässlich, dem Anderen ins Gesicht schauen zu können, so die Richter. Ein Verbot wäre auch ein starkes Signal gegen Kriminelle, die bei Demonstrationen vermummt Steine werfen, im Fußballstadion randalieren oder mit Clownsmasken für Angst und Schrecken sorgen.

Kommentare

Gesicht zeigen

Was nützt die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes, wenn sich Muslima nicht daran halten und nur mit Genehmigung von Scheich Abdullah Al Muuslih ihre Burka ablegen dürfen. So geschehen bei einem Münchener Gericht. Die als Zeugin und als Klägerin geladene Amira B. lehnte es ab, ihre Identität überprüfen zu lassen, in dem sie auf ihre religiöse Burka bestand. Der Scheich zeigte sich grosszügig, indem er Amira B. erlaubte, ihr Gesicht zu zeigen. Offen bleibt die Frage, ob diese Erlaubnis als Rechtsgutachten zu werten und damit kostenpflichtig ist. Und ich frage mich, ob wir ein islamfeindliches, rassistisches und menschenverachtendes Gerichtsverfassunggesetz haben und dies nicht im Widerspruch zu Artikel 3 des Grundgesetzes steht. Und wie war es denn mit de Maiziere, der fünf Monate vor der Bundestagwahl ein Integrationsplan vorlegte und sich gegen die Vollverschleierung aussprach? "Wir sind Freude der USA und keine Burkas", war sein Credo. Da waren die Marokkaner schneller. Innerhalb von zwei Monaten haben sie die Burka im öffentlichen Raum verboten. Marokkaner alles Islamfeinde und Islamhasser? Oder wie war es im "korrekten Kölner Karneval"? Wo Indianerköstüme, Burkas und schwarz bemalte Gesichter geächtet wurden? Oder im November 2016 in Italien als eine Muslima zu 30.000 Euro verurteilt wurde, weil sie sich weigerte bei einer Veranstaltung ihre Burka abzulegen. In Deutschland darf jede Frau tragen was sie will, ob Nijah, Burka usw. Nun werden wir bei den Jamaikaverhandlungen erfahren, dass die Grünen es Ernst meinen mit der Integration, auch mit der Burka, weil die entschlossen sind, den Masterplan von Aydan Özuguz (SPD) umzusetzen. Leitkultur war gestern, Die teutonischen Alteingesessener müssen sich integrieren. Wie sagte einst Claudia Roth, immerhin bis dato Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestages: " Es gibt keine Deutschen, sondern nur Nicht-Migranten.

1 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5193911?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2269031%2F