Mo., 30.10.2017

Kommentar zur Tabellenspitze Wie es in Deutschland so aussieht

Der Torjubel beim FC Bayern geht weiter.

Der Torjubel beim FC Bayern geht weiter. Foto: Peter Kneffel

Von Friedrich-Wilhelm Kröger

Der RB-Leipzig-Profi Marcel Sabitzer kommt aus Österreich. Eine Gesetzmäßigkeit, zumindest im Fußball, ist ihm geläufig: »Dass Bayern auf Platz eins steht, erwartet man in Deutschland eh.« Es hat dieses Mal ungewöhnlich lange zehn Spieltage gebraucht, bis wieder der Normalzustand herrscht.

Vor Jahresfrist schloss Sabitzers Mannschaft übrigens gerade zu diesem Zeitpunkt zum Rekordmeister auf. Die Münchener hatten sich mit einem 1:1 gegen Hoffenheim begnügen müssen, die Leipziger 3:1 gegen Mainz gewonnen, 24:24 hieß es nach Punkten zwischen den Duellanten. Bayern und Bullen bewegten sich dann Seite an Seite auf ihr Treffen in Runde 16 zu, ehe Folgendes in der Spitzenpartie passierte: 3:0 zur Halbzeit, Rot für den Leipziger Forsberg, das Ding war durch. Kommt einem bekannt vor, oder? Damals fielen zwei Bayern-Tore schon vor dem Feldverweis, dieses Mal gleich danach. Unter dem Strich steht dasselbe: Ganz gewachsen sind die Sachsen den Anforderungen im Titelkampf wohl noch nicht.

RB beendete erst eine der Begegnungen mit dem FC Bayern

Es sind die Umstände, die weh tun. Mit voller Mannschaftsstärke beendete RB erst eine der bisherigen vier Begegnungen mit dem FC Bayern (3 x Bundesliga, 1 x Pokal), und daher ist der Wunsch Sabitzers nach Gleichstellung der Kräfte im Topduell nachvollziehbar: »Ich würde gegen Bayern auch mal gerne ein Spiel Elf gegen Elf sehen.« Das ist nun frühestens Mitte März beim Wiedersehen in Leipzig möglich. Dranbleiben lautet das Ziel des Herausforderers, um die Sache vielleicht im Frühjahr nochmal anzuheizen.

Es naht der übliche Tabellenführer

Noch nichts ist damit gesagt über die Rolle des BVB. Die Borussen sind im Augenblick eine Art Selbstbesieger. Ob sie in einer kleinen, einer großen, oder wie ihr Trainer Peter Bosz glaubt, gar keiner Krise stecken, lässt sich schon am kommenden Samstag bestens bewerten. Es naht der übliche Tabellenführer.

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