Di., 02.01.2018

Kommentar zu Sexualdelikten in der Silvesternacht Panikmache

Ein Jahr nach den massenhaften Übergriffen in der Silvesternacht feiert Köln das neue Jahr in einer Sicherheitszone.

Ein Jahr nach den massenhaften Übergriffen in der Silvesternacht feiert Köln das neue Jahr in einer Sicherheitszone. Foto: Oliver Berg/dpa

Von Christian Althoff

An einem Durchschnittstag werden in NRW 28 Sexualtaten angezeigt, in dieser Silvesternacht waren es 41. Angesichts der vielen Feiernden also eine eher geringe Zahl – obwohl natürlich jede Tat eine zu viel ist.

Wir sind heute weit von dem entfernt, was im Januar 2016 als »Kölner Silvesternacht« bekannt wurde – massenhafte Übergriffe von zumeist Nordafrikanern auf Frauen, die in 497 Anzeigen wegen sexueller Taten mündeten. Über die Gründe, warum sich jene Silvesternacht bis heute nicht wiederholt hat, kann nur spekuliert werden. Bessere Polizeipräsenz wird wohl ein Faktor sein.

Dass dem ein oder anderen das Feiern in der Öffentlichkeit trotzdem verleidet wurde – daran sind Politik und Polizei nicht ganz unschuldig. Bereits im Spätsommer wurden die ersten Silvesterkonzepte bekannt gegeben, zuletzt wurde der Einsatz von fast 6000 Polizisten in NRW angekündigt. Das hatte eher etwas von Panikmache als von Beruhigung. Macht so etwas Feierlaune? Wohl kaum.

Die »Kölner Silvesternacht« liegt zwei Jahre zurück. Wir sollten langsam zur Normalität zurückfinden.

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