So., 04.02.2018

Kommentar zu Kosten des G20-Gipfels Das war es nicht wert

Eine Szene aus dem Juli 2017.

Eine Szene aus dem Juli 2017. Foto: dpa

Von Hagen Strauß

72 Millionen Euro. Das ist ein hübsches Sümmchen, mit dem man jede Menge Gutes tun kann. So viel hat der Gipfel in Hamburg 2017 gekostet, von dem inhaltlich eigentlich nichts in Erinnerung geblieben ist; der aber zu extrem gewalttätigen Krawallen geführt hat.

Es ist nun mal so, dass die Zusammenkünfte der Mächtigen immer gigantischer werden, weil die Anforderungen wachsen. In Zeiten des Terrors an die Sicherheit, an die Organisation, auch an die mediale Begleitung. Doch Gigantomanie verbessert nicht die Ergebnisse.

Selbstverständlich müssen sich die Staats-und Regierungschefs treffen können. Sie sollen es auch, bei der UNO zum Beispiel, oder in der Abgeschiedenheit von Elmau. Dann kann es Fortschritte bei Fragen von Krieg und Frieden, von Klimaschutz oder einer gerechteren Welt geben. Das Gespräch miteinander ist da besser als das übereinander.

Doch die vielen Begleiterscheinungen in einer Großstadt darf man eben nicht ignorieren. Hamburg als Veranstaltungsort zu wählen, war von Anfang an ein Fehler. Jetzt zeigt sich: auch noch ein teurer.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5486195?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2269031%2F