Di., 13.02.2018

Kommentar: Wenige Zuschauer bei Olympia Das IOC verliert immer

Eine Kunstinstallation brennt hinter den Olympischen Ringen bei dem Fire Art Festival im Rahmen der Olympischen Winterspiele.

Eine Kunstinstallation brennt hinter den Olympischen Ringen bei dem Fire Art Festival im Rahmen der Olympischen Winterspiele. Foto: dpa

Von Oliver Kreth

Die vom Internationalen Olympischen Komitee sind die Bösen. Auf diese Aussage könnte sich eine große Mehrheit der Sportinteressierten einigen. Und deshalb ist das IOC logischerweise auch für die schlechte Stimmung auf den Tribünen rund um Pyeongchang schuld.

So einfach ist es natürlich nicht.

Späte Wettkampfzeiten verhindern zwar hohe Zuschauerzahlen vor Ort, drücken deshalb dort auf die Stimmung und stören zusätzlich den Biorhythmus der Athleten. Andererseits ermöglichen sie aber etwa auch in Deutschland, dass Gold-garantierende Wettbewerbe zu erträglichen Zeiten im TV live zu verfolgen sind. Es ist eben einfach schwierig, einen Ausgleich zwischen den Interessen zu finden.

Aber Olympiazeit ist ja auch Nörgelzeit. Und Wetter – das geht auch immer. In Südkorea ist es kalt. Es liegt Schnee. Was für ein Drama bei Winterspielen? Liegt zu wenig Schnee, kriegt das IOC auch eins auf die Mütze. Frei nach dem Motto: Das hätten die doch wissen müssen.

Das IOC ist eine Organisation, die um Kritik bettelt. Aber bitte: Je alberner die Kritik wird, desto weniger wird die wichtige wahrgenommen.

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