So., 04.03.2018

Kommentar zu Trumps Handelspolitik Protektionismus pur

Donald Trump, Präsident der USA, bei einem Treffen mit den Vorständen von Stahl- und Aluminiumfirmen im Weißen Haus.

Donald Trump, Präsident der USA, bei einem Treffen mit den Vorständen von Stahl- und Aluminiumfirmen im Weißen Haus. Foto: Carolyn Kaster/AP/dpa

Von Thomas J. Spang

US-Präsident Donald Trump lässt mit seinem Alleingang in der Handelspolitik endgültig den inneren Protektionisten von der Kette. Der Ankündigung von Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte folgt nun die Drohung an die gesamte europäische Automobilindustrie, die Einfuhrsteuer deutlich anzuheben.

Den Preis dieses ökonomischen Irrsinns werden die amerikanischen Verbraucher und Unternehmen zahlen, denen höhere Kosten und Vergeltungsmaßnahmen ins Haus stehen. Von Boeing-Fliegern und Harleys über iPhones und Rindersteaks bis hin zu Sojabohnen und Whiskey – Strafzölle auf diese Produkte täten der ohnehin schwachen Exportwirtschaft der USA weh.

Der »America first«-Präsident posaunt, Handelskriege seien prima und leicht zu gewinnen. Eine These, für die er unter Ökonomen nicht viele Unterstützer finden wird. Trotzdem müssen Länder wie Deutschland, Südkorea oder Kanada alarmiert sein. Sie müssen wie bei der Klimapolitik nach Wegen suchen, Trump zu isolieren. Dieser US-Präsident ist offenkundig fest entschlossen, die Welthandels-Ordnung auf eine schwere Belastungsprobe zu stellen.

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