Mo., 05.03.2018

Kommentar zur CSU Die Männerpartei

Horst Seehofer (vorne) mit Gerd Müller (von links), Bundesminister für Entwicklungshilfe, Stephan Ernst Johann Mayer, künftiger Staatssekretär im Innenministerium, Dorothee Bär, designierte Staatsministerin für Digitales, Daniela Ludwig, künftige stellvertretende CSU-Generalsekretärin und Markus Blume, künftiger CSU-Generalsekretär.

Horst Seehofer (vorne) mit Gerd Müller (von links), Bundesminister für Entwicklungshilfe, Stephan Ernst Johann Mayer, künftiger Staatssekretär im Innenministerium, Dorothee Bär, designierte Staatsministerin für Digitales, Daniela Ludwig, künftige stellvertretende CSU-Generalsekretärin und Markus Blume, künftiger CSU-Generalsekretär. Foto: Andreas Gebert/dpa

Von Hagen Strauß

Nun bekommen die Christsozialen noch einen vierten Kabinettsposten, damit sie wenigstens eine Frau in die Bundesregierung entsenden. Dorothee Bär soll künftig als Staatsministerin für Digitales fungieren; der Job wird neu geschaffen.

Bärs Titel klingt zwar gut, doch in Wahrheit reichen ihre Befugnisse nur an die einer Staatssekretärin heran. Also kein Vergleich zu den Kompetenzen eines echten Ressortchefs.

Es ist eine Lösung nach bayerischer Art. Parteichef Horst Seehofer hat der Kanzlerin das zusätzliche Amt abgetrotzt und dafür auf ein paar Zuständigkeiten in seinem Superministerium verzichtet. Darüber sind die anderen Koalitionsparteien mit Recht unzufrieden, genauso wie über Seehofers immer noch überfrachtetes neues Innenministerium.

Denn die CSU ist eben nur eine Regionalpartei, die bei der Bundestagswahl sogar massive Verluste hinnehmen musste. Dennoch wird sie jetzt mit Pöstchen versorgt, um ihre internen Personalnöte klären zu können.

Doch das Manöver für die weibliche Note verpufft. Die CSU bleibt in Berlin klar männerdominiert. Ein Armutszeugnis. Zumal es genug kompetente Frauen in der Partei gibt.

Kommentare

Alle sind gleich...

...,
aber irgendwie will das nicht zu der Aussage meines Arbeitsberaters passen, das

es heutzutage auf dem Arbeitsmarkt nicht (mehr) um

jung oder alt,

dick oder dünn,

farbig oder weiß,

Mann oder Frau gehe,

sondern ausschließlich um Qualifikation.

Sein Lächeln machte mir allerdings den Evaluierungsprozess des Wahrheitswertes dieser Aussage nicht ganz einfach.

Jetzt bin wahrscheinlich nicht nur ich stark verunsichert.

;-)

Auf was muß ich denn jetzt bei den Bewerbungen besonders achten?

Mehr Mann oder Frau zu sein oder doch irgendwas mit Qualifikation?

Schön und gut oder auch nicht...

...wenn man aber aus Prinzip zur Haelfte mit Frauen und zur anderen Haelfte mit Maennern besetzt, heißt das zwingenderweise, dass für diese Posten alle Maenner und Frauen die gleiche Qualifikation haben oder aber dass für diese Posten gar keine Qualifikation notwendig ist, oder dass für diese Posten Qualifikation keine Auswahlkriterium vielleicht sogar eher hinderlich ist.

2 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5569994?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2269031%2F