Di., 06.03.2018

Kommentar zur Fußball-WM in Russland Langsam wird es interessant

Bundestrainer Joachim Löw.

Bundestrainer Joachim Löw. Foto: dpa

Von Dirk Schuster

Um schon so richtig in WM-Euphorie zu verfallen, ist es dann doch noch ein bisschen früh. Mit dem 100-Tage-Countdown beginnt Joachim Löws Unternehmen Titelverteidigung aber doch so langsam interessant zu werden. Zumal nach der Mörder-Hammer-Todes-Qualifikationsgruppe mit – ja mit wem eigentlich noch mal? – jetzt ein paar Testspiele folgen, die für den Bundestrainer eine ungleich größere Aussagekraft haben als Duelle mit, ach ja, Norwegen, Aserbaidschan und San Marino.

Erst Spanien, dann Brasilien. Teams, denen man in Russland kaum wird ausweichen können, will man am 15. Juli in Moskau erneut die WM gewinnen.

Ist Torwartdiskussion nicht ein wenig übertrieben?

Das Ringen um die 23 Kaderplätze ist hart. Nichtmal die Torwartfrage ist geklärt. Wird Manuel Neuer wirklich rechtzeitig richtig fit? Und wenn nicht: Ist Bernd Leno stabil genug? Springt Sven Ulreich noch auf den Zug auf? Kann Kevin Trapp auch ohne Spielpraxis die Nummer eins sein? Und ist die ganze Diskussion am Ende nicht doch ein wenig übertrieben? Manchmal ist es ganz hilfreich, wenn einer von außen kommt und den Spiegel hinhält.

»Deutschland hat auch beim Confed Cup mit Marc-An­dré ter Stegen sehr gut gespielt – und gewonnen«, sagt Russlands Coach Stanislaw Tschertschessow. Er muss es wissen, er war ja auch mal Torwart. Ter Stegen spiele bei Barcelona. »Barcelona! Nicht irgendwo in der siebten Liga.« Ganz Unrecht hat er nicht.

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