So., 15.04.2018

Kommentar zum Kopftuchverbot für Mädchen Populismusverdacht

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Von Christian Althoff

So fürsorglich war die FDP nicht immer. 2012 brachte sie zusammen mit der Union ein Gesetz durch den Bundestag, das die Beschneidung kleiner Juden und Muslime straffrei stellt. Beschneidung – manche Betroffene sprachen damals in der kurzen, aber heftigen Debatte von Genitalverstümmelung. Die persönliche Religionsfreiheit des Kindes spielt in dem Gesetz keine Rolle, und von einem Mindestalter ist auch nicht die Rede. Im Gegenteil: Paragraph 1631 d BGB spricht vom »nicht einsichts- und urteilsfähigen männlichen Kind«.

Wie ernst ist es der FDP also mit dem Kindeswohl? Mancher in der Partei wirft Stamp vor, sich seit der Landtagswahl nicht richtig profiliert zu haben. War sein Kopftuchvorstoß der Versuch, das zu ändern und auf den Populistenzug aufzuspringen?

Manche Kinder werden geprügelt und missbraucht. Und es gibt bei uns Kinder, die hungern, weil ihre Eltern das zulassen. Sind da ein paar Mädchen mit Kopftuch wirklich ein drängendes Problem?

Kommentare

Populismusverdacht

In Sure 24, Vers 31 und Sure 33, Vers 53 und 59 finden wir das Gebot des Kopftuchtragens. Wenn schon Papst Franziskus I die Ideologie des Islams akzeptiert und darüber hinaus "Koran-Gehorsame" nach Europa einlädt, dann müssten doch zumindest die katholischen Christen in unserem Lande eine Diskussion über das Kopftuch für absurd halten. Wenn aber z.B. ein "somalischer Seeräuber" in unserem Land ein Aufenthaltsrecht bekommt und duch unsere Sozialgesetze abgesichert leben kann, dann frage ich mich ernsthaft, was soll die Diskussion über das Kopftuch und/oder ob es eine Begrenzung für bestimmte Altersgruppen geben soll. Für den Papst ist es viel wichtiger, um Vergebung der Sünden gegen die Umwelt zu bitten und spricht von der ökologischen Schuld. Darüber sollten Freien Demokraten einmal mit den Christ- und Christsozialen Demokraten diskutieren.

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