Mo., 16.04.2018

Kommentar zur Bundesliga Nehmen, was drin sitzt

In dieser Saison dominiert Schalke den Ruhrpott – und kann mit der Champions League planen.

In dieser Saison dominiert Schalke den Ruhrpott – und kann mit der Champions League planen. Foto: dpa

Von Friedrich-Wilhelm Kröger

So nach und nach fallen jetzt die Entscheidungen, auf die man wartet in der Fußball-Bundesliga. Ja, ja, die Bayern sind Meister, das wissen wir bereits. Und wenn das sogenannte B-Team den ehemals größten Kontrahenten Mönchengladbach (andere Zeiten waren das, schon klar) mir nichts dir nichts 5:1 abschrubbt, dann gibt dies erst recht eine Vorstellung von der Vormachtstellung, die sich die Münchener angewöhnt haben.

Dahinter wird’s interessant.

Sieh an, Schalke. Sehr gut dabei diesmal nach dem ernüchternden Rang zehn im Vorjahr. Dabei sollte den Gelsenkirchener allerdings kein Unrecht geschehen . Vizemeister würden sie allein in diesem Jahrtausend zum fünften Mal, drei dritte und zwei vierte Plätze waren auch im Angebot. Eine Königsblau-Konstanz für das gehobene Tabellengebiet ergibt sich deutlich, vom ein oder anderen Tief abgesehen.

Nur der ganz große Wurf fällt eben immer schwerer. Da muss die in der Regel weit abgeschlagene Gruppierung hinter den Bayern, die man schon nicht mehr Verfolger, geschweige denn Jäger nennen kann, nehmen, was zu bekommen ist. Drei Direktmandate für die Champions League wären das. Schalke, Leverkusen und Dortmund gäben der Königsklasse ein dickes NRW-Gewicht. Das hat Charme.

Im Hintergrund trachten auch Leipzig, Hoffenheim und Frankfurt nach den lukrativen Futterplätzen. Es bleiben vier Spiele, in denen zumindest die Aussicht auf einen weiteren Preis besteht, die Europa-League-Teilnahme.

Hertha, Stuttgart, Augsburg, Bremen und Hannover wühlen wacker im Mittelfeld, am Ende des Feldes wird es zappenduster. Seit Monaten vollzieht sich der Abschied vom Hamburger SV und dem 1. FC Köln. Einer muss auch noch in die Relegation, die Favoriten auf den zittrigen Zwei-Spiele-Schicksalswettbewerb heißen Wolfsburg, Freiburg, Mainz.

Dabei liefert der Volkswagen-Verein ein Musterbeispiel dafür, wie mit ständigen Personalrochaden auf allen Ebenen und noch mehr Geld fortwährendes Unheil zu stiften ist. Das allein wäre schon einen Platz 16 wert.

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