Di., 17.04.2018

Kommentar zum »Echo« Bertelsmann, was nun?

Die Rapper Kollegah (rechts) und Farid Bang beim »Echo«.

Die Rapper Kollegah (rechts) und Farid Bang beim »Echo«. Foto: dpa

Von Andreas Schnadwinkel

Der Bertelsmann-Konzern muss sich entscheiden: Soll die Musiksparte BMG weiter mit anti-jüdischen Songs muslimischer Rapper Geld verdienen? Oder löst die Bertelsmann Music Group (BMG) die Verträge mit Kollegah und Farid Bang auf?

Diese Entscheidung kann nicht bei der Plattenfirma in Berlin getroffen werden, sondern nur auf höchster Ebene in Gütersloh. Denn es geht hier um die Glaubwürdigkeit des Gesamtkonzerns.

Dass Bertelsmann über die RTL-Gruppe Gewinne mit diskutablen Sendungen wie »Dschungelcamp« (RTL) und »Frauentausch« (RTL2) macht, ist nicht neu. Darüber wird seit vielen Jahren hinweggesehen.

Der »Echo«-Skandal hat eine andere Tragweite: Hier steht Reinhard Mohns Erbe auf dem Spiel. Der Bertelsmann-Gründer war ein ausgewiesener Freund des jüdischen Staates Israel und Träger des Teddy-Kollek-Preises, benannt nach dem legendären Bürgermeister Jerusalems.

Gestern hat Westernhagen seine »Echos« zurückgegeben. Der Rockstar soll bei Liz Mohns Rosenball am 5. Mai in Berlin singen. Bis dahin sollte der Fall geklärt sein.

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