Mo., 14.05.2018

Kommentar zum Foto von Özil und Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Erdogan Doppelpass mit Despot

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan (rechts) und Ilkay Gündogan in London.

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan (rechts) und Ilkay Gündogan in London. Foto: dpa

Von Andreas Schnadwinkel

Bei dieser Unterstützung kann der türkische Präsident Erdogan gut und gerne auf den ihm untersagten Wahlkampf in Deutschland verzichten.

Die für die deutsche Fußballnationalmannschaft spielenden Mesut Özil und Ilkay Gündogan sind Idole für viele Türken und Deutsch-Türken, die hier leben – und die bei der anstehenden türkischen Parlamentswahl ihre Stimme abgeben dürfen.

Den Adler auf der Brust tragen, aber bei »Einigkeit und Recht und Freiheit« den Gesang verweigern – und jetzt auch noch das Bekenntnis zu Erdogan . Da kann der DFB noch froh sein, dass die türkischstämmigen Spieler »ih­rem« Präsidenten nur englische Vereinstrikots und nicht den DFB-Dress überreicht haben.

Denn dann müsste man jetzt aufkommende Forderungen, Özil und Gündogan nicht mit zur WM nach Russland zu nehmen, ernsthaft in Betracht ziehen.

DFB-Manager Oliver Bierhoff hat aus der Deutschen Nationalmannschaft »Die Mannschaft« gemacht und vermarktet sie als postnationales Projekt erfolgreicher Integration. Özils und Gündogans Aktion beweist das Ge­genteil.

Kommentare

Schwer zu sagen, was die beiden angetrieben hat. Dummheit ? Naivität ? Unwissenheit ? Ist es doch eine politische Aussage gewesen ? Wäre es nur Özil auf dem Foto gewesen, wäre ich beruhigt. Morgens Training, abends "nach Feierabend" Playstation im goldenen Käfig spielen, schlafen und dann wieder zum Training. Da könnte ich den Fall schnell abhaken. Der soll Fußball spielen, mit oder ohne Mitsingen der Nationalhymne, und alles ist gut. Aber da ist noch Gündogan, der mich bitter enttäuscht hat.

Was wäre, wenn....

Was wäre, wenn sich die Bundesligaspieler Heiko S. und Walter P. mit Herrn Gauland oder Herrn Höcke ablichten lassen würden ? Ein Shitstorm mit großem Ausmaß ohne eine Abschaltung die Kommentarfunktion der Medien wäre die Folge.

2 Kommentare

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