Do., 14.06.2018

Kommentar zu Gerry Weber Mode will begehrt sein

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Von Bernhard Hertlein

Männer sollten wissen, was Frauen wünschen. Diese allgemeine Feststellung gilt erst recht für Männer, die einen Konzern führen, der ausschließlich Damenkleidung verkauft. Daher ist es gut, dass der Chef der Gerry Weber AG, Ralf Weber, nicht nur straffere Strukturen und den Abbau von Jobs, sondern an erster Stelle eine Überarbeitung der Modemarken angekündigt hat.

Welche Frau man auch fragt, die Antwort lautet meist: Gerry Weber muss Staub abschütteln, muss trendiger, moderner, fitter werden. Die Qualität ist gut und muss es bleiben. Aber die meisten Frauen im mittleren Alter fühlen sich – wie die meisten Männer – einige Jahre jünger, als sie tatsächlich sind. Entsprechend soll ihre Kleidung sein.

Der Rat für Ralf Weber und die anderen Manager kann daher nur lauten: Diesmal wirklich auf die Stimmen der Frauen hören – vor allem der Frauen, die in den Shops die Kundinnen bedienen. Sie wissen am ehesten, was Begehrlichkeit weckt. Gerhard Weber, obwohl Mann, wusste es übrigens auch. Als Vorstandschef hat der Gründer zwar gern mit Zahlen jongliert. Doch vor allem hatte er Auge und Händchen für die Mode, die bei Frauen ankommt.

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