So., 12.08.2018

Kommentar zu Bayer und das Monsanto-Urteil Ein gewaltiges Risiko

Das von Monsanto hergestellt Unkrautvernichtungsmittel Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat.

Das von Monsanto hergestellt Unkrautvernichtungsmittel Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat. Foto: Jeff Roberson/AP/dpa

Für Bayer als neue Monsanto-Konzernmutter birgt Glyphosat mehr als nur finanzielle Risiken. Das zeigt das Urteil des US-Gerichts, das einem Krebskranken einen Millionenschadenersatz wegen des möglicherweise krebserregenden Wirkstoffs Glyphosat im Unkrautvernichter Roundup zugesprochen hat.

Auch wenn das Urteil des Geschworenengerichts noch nicht rechtskräftig ist, und selbst wenn es womöglich nicht Bestand haben sollte: Es zeigt doch, wie sehr das Image des deutschen Chemiekonzerns zu leiden droht. Denn Glyphosat ist fortan untrennbar mit Bayer verbunden.

Das ändert sich auch nicht, wenn Bayer den belasteten Namen Monsanto im Zuge der Integration in seinen Konzern wahrscheinlich schon in wenigen Tagen als Unternehmensnamen verschwinden lassen will – ganz im Gegenteil. Dann ist Bayer endgültig mit Monsanto gleichzusetzen. Keine gute Perspektive für ein Unternehmen, dass mit seinen Arzneimitteln auch vom Vertrauen der Menschen lebt. Die 63 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Monsanto kann Bayer noch sehr viel teurer zu stehen kommen.

Kommentare

Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5971286?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2269031%2F