Sa., 23.09.2017

Dokumentation Trumps Rede vor den Vereinten Nationen im Wortlaut

Foto: Richard Drew

Von dpa

New York (dpa) - US-Präsident Donald Trump hat bei seiner Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen außenpolitische Pläne vorgestellt und die Vision einer von Nationalstaaten bestimmten Welt gezeichnet. Auszüge in chronologischer Reihenfolge im Wortlaut:

«Herr Generalsekretär, Herr Präsident, Lenker der Welt, geehrte Delegierte - willkommen in New York. (...)

Diese drei schönen Säulen, sie sind Säulen des Friedens: Souveränität, Sicherheit und Wohlstand. Der Marshallplan baute auf der edlen Idee auf, dass die ganze Welt sicherer ist, wenn Nationen stark, unabhängig und frei sind. (...)

In der Außenpolitik erneuern wir dieses grundlegende Prinzip der Souveränität: Zu allererst ist unsere Regierung unserem Volk verpflichtet. Unseren Staatsbürgern. (...) 

Als Präsident der Vereinigten Staaten werde ich immer Amerika an erste Stelle stellen. Genau wie Sie, als Staatschefs Ihrer Länder, immer Ihre Länder an erste Stelle stellen werden und dies auch tun sollten. (Applaus)

Alle verantwortlichen Staatenlenker stehen in der Pflicht, ihren eigenen Bürgern zu dienen und der Nationalstaat bleibt das beste Vehikel, um das Wohlergehen der Menschheit zu steigern. (...)

Bedrohungen von Souveränität müssen wir abwehren, von der Ukraine bis zum Südchinesischen Meer. (...)

Die Geißel unseres Planeten ist eine Gruppe von Schurkenstaaten (...)

Niemand hat mehr Verachtung für andere Staaten und für das Wohlergehen seiner eigenen Bevölkerung gezeigt, als das verderbte Regime in Nordkorea. (...)

Es ist ein Skandal, dass manche Länder nicht nur mit so einem Regime Handel treiben, sondern auch ein Land bewaffnen, unterstützen und finanzieren, das die Welt in die Gefahr eines Atomkriegs bringt. (...)

Die Vereinigten Staaten sind stark und geduldig. Aber wenn sie gezwungen werden, sich selbst oder ihre Verbündeten zu verteidigen, dann haben wir keine Wahl, als Nordkorea total zu zerstören. Der Raketenmann ist auf einer Selbstmordmission für sich selbst und für sein Regime. Die Vereinigten Staaten sind (zu seiner Zerstörung) bereit, gewillt und in der Lage - aber hoffentlich wird das nicht notwendig sein. (...)

Es ist längst überfällig, dass die Länder der Welt ein anderes rücksichtsloses Regime konfrontieren. Eines, dass offen über Massenmord spricht, Amerika den Tod und Israel die Zerstörung wünscht (...)

Wir können einem mörderischen Regime nicht erlauben, seine destabilisierende Politik (des Nahen Ostens) fortzusetzen (...) Und wir können nicht weiterhin ein Abkommen einhalten, wenn dieses den Deckmantel für den Aufbau eines Atomprogramms bietet. (Applaus) (...) Das Iran-Abkommen war einer der schlechtesten und einseitigsten Verträge, dem die Vereinigten Staaten jemals beigetreten sind. Offen gesagt, war dieses Abkommen eine Peinlichkeit für die USA - und ich glaube nicht, dass Sie heute das Letzte dazu gehört haben, glauben Sie mir. (...)

Wir haben auch starke, gezielte Sanktionen gegen das sozialistische Maduro-Regime in Venezuela verhängt, das eine einst florierende Nation an den Rand des totalen Zusammenbruchs gebracht hat. Die sozialistische Diktatur von Nicolás Maduro hat dem guten Volk von Venezuela furchtbaren Schmerz und furchtbares Leid zugefügt. (...)

Das Volk von Venezuela verhungert. (...) Die Situation ist völlig inakzeptabel und wir können nicht danebenstehen und zusehen. Als verantwortlicher Nachbar und Freund, haben wir und alle anderen ein Ziel. Dieses Ziel ist, ihnen dabei zu helfen, ihre Freiheit und ihr Land zurückzugewinnen und ihre Demokratie wiederaufzubauen. (...)

Das Problem in Venezuela ist nicht, dass der Sozialmus nur dürftig umgesetzt worden wäre, sondern dass er überzeugt umgesetzt worden ist. (...)

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben in der Geschichte der Welt zu den größten Mächten für das Gute gehört (...). Nun rufen wir zu einem großen Wiedererwachen der Nationen auf. Zur Wiederbelebung ihres Geists, ihres Stolzes, ihrer Menschen und ihres Patriotismus. (...)

Unsere Hoffnung ist ein Wort und eine Welt von stolzen, unabhängigen Nationen. (...) Das ist die wahre Vision der Vereinten Nationen. (...)

Danke, Gott schütze Sie, Gott schütze die Nationen der Welt und Gott schütze die Vereinigten Staaten von Amerika.»

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