Fr., 27.10.2017

Bielefelder Murnau-Gesellschaft zeigt sechs Meisterwerke Filmschätze der Goldenen Zwanziger

»It« (1927): Betty Lou (Clara Bow, das erste It-Girl überhaupt) bezirzt ihren Chef (Antonio Moreno).

»It« (1927): Betty Lou (Clara Bow, das erste It-Girl überhaupt) bezirzt ihren Chef (Antonio Moreno). Foto: Murnau-Gesellschaft

Bielefeld (WB/mzh). Was die Filmtechnik angeht, sind wir hohe Standards gewöhnt. Die Bielefelder Murnau-Gesellschaft erinnert regelmäßig an die Anfänge der »Lichtspiele«: am Freitag beginnt das 28. Film- und Musikfest mit sechs Filmen der Jahre 1921 bis 1929.

Diesmal kreist das Murnau-Festival um Schauspielerinnen, die das gewisse Etwas hatten. Zu allen Filmen gibt es Livemusik.

Karten gibt es bei der Bielefelder Tourist-Info (Telefon: 0521/516999); für den Film »A Woman of Affairs« an der Theater- und Konzertkasse (0521/515454). Das Programm:

Freitag, 20 Uhr (Oetker-Halle): »It« von Clarence G. Badger (1927) mit Clara Bow, dem ersten It-Girl der Unterhaltungsbranche. Als Kaufhausangestellte Betty Lou verdreht sie ihrem Chef den Kopf. Patrick Doyle hat dazu eine eigene Filmmusik komponiert, die live vom Staatsorchester Braunschweig gespielt wird.

29. Oktober, 17 Uhr (Oetker-Halle): »Die Liebe der Jeanne Ney« von Georg Wilhelm Pabst (1927) mit Édith Jéhanne als Journalistentochter Jeanne aus Frankreich, die in die Wirren der Russischen Oktoberrevolution gerät. In einer Uraufführung ist Musik von Stephan Graf von Bothmer mit dem Filmmusikorchester zu hören.

2. November, 20 Uhr (Lichtwerk-Kino): »Nachtgestalten« von Hans Steinhoff (1929) mit Mabel Poulton als Straßenmädchen Polly, das einem zu Unrecht des Mordes verdächtigten Schlagerkomponisten aus der Patsche hilft. Krischa Weber (Cello, Singende Säge) und Ulrich K. Wendt (Piano, Diatonisches Akkordeon) begleiten den Krimi musikalisch.

9. November, 20 Uhr (Lichtwerk-Kino): »Der Gang in die Nacht« (1921) ein frühes Melodram von Friedrich Wilhelm Murnau. Gudrun Bruun Stephensen als Lily spannt ihrer Rivalin den Mann aus, den Augenarzt Dr. Boerne, den sie mit einem blinden Maler betrügt. Boerne heilt den Nebenbuhler, verlässt Lily aber. Jahre später erblindet der Maler erneut, aber Boerne sagt, er würde nur helfen, wenn es Lily nicht gäbe. Die bringt sich um – aber nun will der Maler sein Augenlicht auch nicht wieder. Eunice Martins begleitet den Film am Klavier.

10. November, 20 Uhr (Oetker-Halle): »A Woman of Affairs« von Clarence Brown (1928) mit Greta Garbo und John Gilbert. Die Garbo in der Rolle der kapriziösen Diana wird von zwei Männern umworben und heiratet den, den sie nicht liebt. Nach dem Tod ihres Mannes lebt sie das Leben einer Geächteten. Nach einem letzten Wiedersehen mit dem einst Verschmähten bringt Diana sich um. Es spielen die Bielefelder Philharmoniker live.

12. November, 17 Uhr (Oetker-Halle): »Die Bergkatze« (1921), eine frühe Groteske von Ernst Lubitsch mit Pola Negri als Räubertochter Rischka, die nach absonderlichen Verwicklungen auf den Frauenhelden Alexis verzichtet und den schüchternen Räuber Pepo heiratet. Zum Film gibt es Jazz und Pop und klassische Filmmusik mit Axel Goldbeck und seinem Cinematographischen Orchester.

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