So., 28.01.2018

Tag 9 im Dschungelcamp: Zweite Prüfung für den Ex-Arminen Ansgar Brinkmann: »Der Fußball hat sich in meine Seele eingebrannt«

Tag 9: Dschungelprüfung »Dschungelfabrik« mit Ansgar Brinkmann und Daniele Negroni (links).

Tag 9: Dschungelprüfung »Dschungelfabrik« mit Ansgar Brinkmann und Daniele Negroni (links). Foto: MG RTL D

Von Ann-Christin Lüke

Bielefeld/Sydney (WB). Das ist zwar eigentlich nicht das Kerngebiet von RTL aber manchmal erfüllt »Ich bin ein Star – Holt mich hier raus« tatächlich einen Bildungsauftrag. Oder wer hätte vorher gewusst, dass das »Dschungelcamp« im Duden geführt wird?

A wie Auf geht’s!

Ansgar Brinkmann jedenfalls nicht. Der Ex-Kicker darf an Tag 9 im Camp erneut zur Dschungelprüfung antreten. Nach seiner grandiosen Fußarbeit ist aber diesmal eher Köpfchen gefragt. Gemeinsam mit Daniele Negroni geht’s los.
Der freut sich, den Ex-Arminen als Partner zu haben. »Boooom, Alter, Teamwork, let’s go. Wir beide sind die Straße, wir kennen uns aus«, sprudelte es aus dem einstigen DSDS-Kandidaten heraus, der zuletzt vor allem durch seine schlechte Laune wegen Zigarettenmangels aufgefallen war.
Und Brinkmann? Der schlägt ein und gibt trocken zurück: »Die Straße hält zusammen.«

D wie Dschungelcamp

Und die Prüfung? In einer dunklen Kammer werden Negroni in einer Zentrifuge mit allerhand Getier und Brinkmann in einem großen Zahnrad mit grünen Armeisen fixiert. Sowohl das Zahnrad, als auch die Zentrifuge drehen sich. Währenddessen müssen die beiden neun Fragen mit zwei Antwortmöglichkeiten beantworten.
Dazu muss Daniele einen großen Ball für Antwort A oder einen kleinen Ball für Antwort B durch ein kleines Loch zu Ansgar werfen. Der wiederum muss den Ball von dem sich drehenden Zahnrad in einen Trichter werfen.
Viel Bohei und Ekelfaktor für eine simple Wissensprüfung, aber gut. Ist halt auch RTL. Geschenkt. Zurück zum Duden.
Dass das Dschungelcamp aber wirklich einen Platz in besagtem Nachschlagewerk hat, wollen die beiden Männer nicht glauben. »Warum sollte so ein Schwachsinn im Duden stehen?«, fragt Ansgar Brinkmann und wird flugs eines besseren belehrt.
Am Ende gibt es fünf Sterne. Und es geht zurück ins Camp

F wie Fußball

Dort hatte sich der Ex-Armine eine ganze Woche lang mit persönlichen Anekdoten eher zurückgehalten. Doch eine Nachfrage von Tatjana Gsell reicht schon. (Auch wenn Brinkmann sich erst noch ziert: »Fußball und Dschungel, das ist wie Feuer und Wasser. Das Thema haue ich hier nicht raus.«)
»Fußball hat sich so tief in meine Seele eingebrannt«, sagt er und sinniert über seine Zeit bei Eintracht Frankfurt (1998 bis 2000) »Wenn man in Dortmund spielt oder mit Frankfurt die Bayern schlägt, das sind die Momente, die kann dir niemand nehmen.« Und eine kleine Stichelei gegen das TV-Format darf nicht fehlen: »Und das kann man auch nicht kaufen.«
Wo er sonst noch gerne gespielt hätte? »In Liverpool wäre ich gerne mal aufgelaufen.« Und der Kicker schiebt gleich noch eine Erinnerung an Liverpools Trainer Jürgen Klopp hinterher. »Kein Gegenspieler hat mich mehr beschimpft als Jürgen Klopp. Oft mit Recht.«
Und Bayern? »Also sagen wir mal so: wenn die angerufen hätten, dann wäre ich vielleicht hingefahren. Auch meine Wenigkeit hätte gern in einem Topklub gespielt.«
Dass er als Spieler nicht immer einfach war, scheint Brinkmann bewusst zu sein: »Ich hatte 39 Trainer und mit allen Krieg. Aber in dem Moment, in dem ich mir Fußballschuhe angezogen habe, habe ich alles ausgeblendet.«
Aber: »Ich kann heute nicht hier sitzen und sagen, ich würde alles noch mal so machen. Der Weg, den ich gegangen bin, war kein einfacher, aber es war mein Weg.«

L wie Lagerfeuer

Und nicht nur Ansgar Brinkmann wirkt nachdenklich. Eigentlich sind es ja die pikanten Lagerfeuergespräche, die »Ich bin ein Star – holt mich hier raus« so erfolgreich gemacht haben. Da zeigt sich einmal mehr, dass der Dschungel nur eine Gruppentherapie vor laufender Kamera ist.
Chirurgen-Witwe Tatjana Gsell packt über ihr bewegtes Liebesleben aus. »Es ist jedes Mal ein Drama«, beichtet sie Natascha Ochsenknecht. Sie sei an viele falsche Männer gerraten. »Einer hatte Sexsucht. Das wünsche ich auch keinem. Das ist ganz schlimm.« Gewalt, Sucht und Betrug. Keine schönen Themen, die da zu nächtlicher Stunde auf den Tisch kommen. »Wenn man liebt macht man manchmal Dinge, die man sonst nicht gemacht hätte«, stellt Gsell fest.

R wie Raus - äh Reingelegt

Noch trauriger wird Gsell aber, als sie erfährt, dass an diesem Tag niemand das Camp verlassen muss/darf. Während sie eine Schnute zieht, fallen Schlagerbardin Tina York fast die Kulleraugen aus dem Kopf.
Doch vielleicht können sie sich schon am nächsten Tag zu Sydney Youngblood gesellen, Der hat auf den letzten Metern zumindest die Erkenntnis gewonnen: »Ich weiß, ich hab genervt mit meiner Heulerei.« Keine Widerworte.
Und am Ende haben Fußball und Dschungel doch etwas gemeinsam – findet zumindest Moderator Daniel Hartwich. »Millionen von Zuschauer, ein Haufen zusammengekaufter Söldner und Fans, die sagen: ›Für das Geld kann ich eigentlich mehr erwarten...‹«
Diese Folgen sind bereits zum »Dschungelcamp 2018: Ich bin ein Star – Holt mich hier raus« erschienen:
Tag 1: Brinkmann: »Es wird knallen im Dschungel«
Tag 2: Matthias macht das schon!
Tag 3: Der kleine Tarzan
Tag 4: Brinkmann nur auf der Ersatzbank
Tag 5: Ansgar Brinkmann: »Das ist Körperverletzung«
Tag 6: »Aufgeben ist wie sterben«
Tag 7: »Der Ton macht die Musik«
Tag 8: Kick it like Brinkmann

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