Di., 13.03.2018

Urteile Kundin bleibt Kunde - Klägerin unterliegt vor BGH

Von dpa

Karlsruhe (dpa) - «Kunde», «Kontoinhaber», «Sparer» - wenn's ums Geld geht, bleibt die Formularwelt männlich. Einen Anspruch auf weibliche Formen gibt es nicht, stellte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe klar. Sparkassen-Kundin Marlies Krämer, engagierte Kämpferin für Frauenrechte aus dem saarländischen Sulzbach, ist damit vor dem höchsten deutschen Zivilgericht unterlegen. Doch aufgeben will die 80-Jährige deshalb noch lange nicht. «Ich ziehe auf jeden Fall vor das Bundesverfassungsgericht», kündigte sie nach dem Urteil an.

Kommentare

Keine Gleichberechtigung

Sehr geehrte Damen und Herren, es ist schon beschämend, wie Frauen seit Jahrhunderten tatsächlich in jeder Hinsicht diskriminiert werden. Die Sprache ist das tägliche Mittel. Sprachwissenschaftler kämpfen seit Jahren um die Gleichberechtigung in der Sprache. Frau Marlies Krämer hat Recht. Und es ist unglaublich, was sich der BGH im Jahre 2018 leistet: Raser werden frei gesprochen, obwohl sie Tote verursacht haben im Straßenverkehr und Frauen werden weiterhin tagtäglich diskriminiert. Ihr Kommentar, Frau Kerstin Heyde, stammt aus dem 19. Jahrhundert. Formulare werden täglich in Organisationen, Firmen, Institutionen etc. überall neu gedruckt. Schauen Sie endlich über den Tellerrand - und hören Sie mit dieser sog. "Kleinkariertheit" auf. Frauen sind seit Jahrhunderten immer die Dummen - immer, überall. Noch einen schönen Tag und lassen Sie sich beim Brötchen holen nicht von einem Mann abdrängen!!! Mit freundlichen Grüßen Ulrike Meyer-Dieterle, Bielefeld

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