Do., 22.09.2016

Chronologie Tödliche Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA

Von dpa

Charlotte (dpa) - Baton Rouge, Falcon Heights, Charlotte - brutales Vorgehen mancher US-Polizisten gegen Schwarze sorgt seit Jahren für Schlagzeilen und mitunter gewalttätige Proteste.

September 2016: Eine weiße Polizistin erschießt in Tulsa (US-Bundesstaat Oklahoma) einen unbewaffneten Afroamerikaner. Demonstranten fordern die Entlassung der Todesschützin, das US-Justizministerium leitet Ermittlungen ein.

August 2016: Nach tödlichen Polizeischüssen auf einen bewaffneten Schwarzen kommt es in Milwaukee (Wisconsin) zu Krawallen. Polizisten wollten ein Auto kontrollieren, die Insassen flüchteten. Auch der Todesschütze ist schwarz.

Juli 2016: In Falcon Heights (Minnesota) stirbt ein 32-Jähriger, nachdem ein Polizist bei einer Kontrolle auf ihn geschossen hat. Nur einen Tag zuvor hatten zwei Ordnungshüter in Baton Rouge (Louisiana) einen 37-Jährigen erschossen.

Mai 2016: Am Steuer eines gestohlenen Autos wird eine Schwarze in San Francisco von einer Polizeikugel tödlich getroffen. Auf Druck des Bürgermeisters nimmt der Polizeichef seinen Hut.

Dezember 2015: In Chicago erschießen Polizisten eine fünffache Mutter und einen Studenten. Beide sind schwarz. Der 19-Jährige hatte seinen Vater bedroht, die Nachbarin wird aus Versehen getroffen.

Juli 2015: Ein Polizist erschießt in Cincinnati (Ohio) bei einer Verkehrskontrolle einen unbewaffneten Schwarzen. Sein Wagen hatte vorne kein Nummernschild.

April 2015: Ein Afroamerikaner stirbt in Baltimore (Maryland) an den Folgen einer Rückenverletzung. Er war in Polizeigewahrsam misshandelt worden. Es kommt zu schweren Krawallen.

April 2015: In North Charleston (South Carolina) erschießt ein Polizist einen flüchtenden, unbewaffneten Schwarzen von hinten. Der auf einem Video festgehaltene Fall sorgt international für Aufsehen.

August 2014: Der unbewaffnete schwarze Teenager Michael Brown wird in Ferguson bei St. Louis (Missouri) von einem Polizisten erschossen. Der Vorfall löst schwere Unruhen aus. Später tritt der Polizeichef von Ferguson zurück.

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