Di., 17.04.2018

Sporttalk mit Arminias Trainer, Brand und Kehl in Bielefeld Saibene: »Ich war eher der Faule«

Gute Laune: Jeff Saibene, Moderator Thomas Milse, Heiner Brand und Sebastian Kehl (von links).

Gute Laune: Jeff Saibene, Moderator Thomas Milse, Heiner Brand und Sebastian Kehl (von links). Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Die deutsche Handballlegende Heiner Brand (65), der Vizeweltmeister im Fußball Sebastian Kehl (38) und der erfolgreiche Trainer von Arminia Bielefeld Jeff Saibene (49): Der »Memo Sporttalk« am Montagabend in Bielefeld zugunsten des sozial engagierten Vereins »OWL zeigt Herz« war ein echter Leckerbissen.

Gut 200 Gäste lauschten den Anekdoten, die die drei Stargäste dem Moderator Thomas Milse verrieten. Heiner Brand sagte gleich zu Beginn, dass Fußball seine zweite Leidenschaft war: »Aber in Gummersbach kam nur Handball in Frage.« Kehl, früher auch als Tischtennisspieler aktiv, und Saibene verabredeten sich direkt für ein Match. Der DSC-Coach hat bekanntlich am Trainingsgelände eine Platte aufstellen lassen. Kehl dürfte ein willkommener Gegner sein, »denn meine Spieler trauen sich nicht mehr. Ich bin unschlagbar«, scherzte Saibene.

Doch es gab auch ernstere Themen. So ging es auch um den Videobeweis, der im Handball für deutlich weniger Diskussionen sorgt als im Fußball. Saibene sagte, er »würde ihn wieder abschaffen, Fehler gehören zum Fußball dazu«. Kehl widersprach: »Es geht um Gerechtigkeit, und etwa 70 Prozent der klaren Fehlentscheidungen wurden revidiert. Aber natürlich muss es schneller klappen und mit mehr Transparenz«, sagte der zukünftige Leiter der Lizenzspielerabteilung von Borussia Dortmund.

10.000 Euro für »OWL zeigt Herz«

Auch die immer größere Zahl der verschiedenen Anstoßzeiten im Fußball war ein Thema. Saibene ist als Verfechter von Abendspielen bekannt. »Samstags um 13 und sonntags um 13.30 Uhr – da mache ich eigentlich Mittagsschlaf«, sagte der Luxemburger und hatte die Lacher auf seiner Seite. Aber natürlich seien die Vereine auf das Fernsehgeld angewiesen. Saibene verriet auch noch, dass er »als Spieler eher der Faule gewesen« sei. »Mir hat der Biss gefehlt. Aber genau diese Erfahrungen helfen mir heute in Gesprächen mit meinen Spielern. Talent alleine reicht nicht für ganz oben«, stellte der DSC-Coach klar.

Heiner Brand verriet, dass er vor einigen Jahren ein Jobangebot aus Japan abgelehnt habe. Das hätte Sebastian Kehl auch gemacht, Asien reizte ihn nicht. Die USA schon, »aber es hat einfach nicht gepasst«, erinnerte sich der Ex-Nationalspieler. Saibene sagte, er könne sich einen Job auch in einem exotischen Land vorstellen. »Ich bin weltoffen. Und Bielefeld oder Peking, das ist fast das selbe«, lachte er.

»OWL zeigt Herz« freute sich über den Erlös des Abends in Höhe von 10.000 Euro. Der Verein unterstützt seit elf Jahren Kinder in den Bereichen Sport, Kultur und Musik durch qualifizierte Helfer und Therapeuten.

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