Spanien rockt das Finale – 4:0!

Was für eine Show! Spanien schickt Italien mit 4:0 zurück an den Stiefel (Zalando?). Grandioser Abend der Iberer. Meine Einschätzung, dass es ein 0:0-Endspiel ohne Höhepunkte werden würde, hat sich als absolut falsch herausgestellt. Aber ich habe beim redaktionsinternen EM-Tippspiel auch nur einen der hinteren Plätze belegt… Gratulation nach Spanien, Wahnsinnsleistung mit drei Titeln in Folge! Die Jogi-Jungs sind vielleicht 2014 mal dran. Schaun mer mol. ;-)

Wir müssen nach Hause fahren!

Schade. Es tut echt weh. Italien war besser, und wir sind raus. Ob falsche Taktik oder nicht, ist mir im Moment ziemlich wurscht. Hätte gern noch die EM zuende gebracht, indem wir am Sonntag mit ganz Fußball-Deutschland fiebern und unser Team zum Titel schrei(b)en – daraus wird nix. Stattdessen schauen wir uns nun also an, wie die beiden südeuropäischen Mannschaften sich torlos in die Verlängerung begeben, dann jeder ein Tor erzielt und Italien nach Elferschießen den Pott holt? Was meint ihr?

Basta Italia!

Was war 2006? Haben wir längst vergessen. Wieso mit der Vergangenheit beschäftigen, wenn man am Sonntag im Finale (!) steht?
Era l’Italia. Tutto e fatto! Basta…raus seid ihr!

Der Tipp für den italienischen Busfahrer für heute Abend, ca. 23.30 Uhr: Bitte Destination Flughafen ins Navi eingeben, von dort geht es direkt nach Rom!

Mein Lieblings-Italiener…

…ist eigentlich Pakistani, wenn ich mich nicht irre! Beste Pizza dieser Stadt, dem wird es im Zweifel egal sein, dass Italien Donnerstag gegen Deutschland die Segel streichen muss.

“Wir werden Italien schlagen”, hat Mesut Özil gesagt. Und der muss es wissen, immerhin spielt der ja mit. Und der Italiener an sich beklagt sich schon: Doofer Spielplan, zwei Tage weniger Pause – heult doch! Donnerstagabend in Warschau werdet ihr noch mehr weinen…Also, ciao!

4:2 – Halbfinale!

4:2 – ja, so muss das laufen! Sehen wir über gewisse Schönheitsfehler (Jens regt sich furchtbar über das 2. Gegentor der Griechen auf, weil es seinen Tipp ruiniert hat) einfach mal hinweg; denn: Wir stehen im Halbfinale! Und vor England oder Italien muss uns auch nicht bange sein. Der Jogi und die Jungs machen das schon… Super-Deutschland, olé!

»Heißt der nicht Bommel?«

Wenn Frau (Nichtfan) und Mann (Fan) zusammen Fußball gucken…

Ich weiß, dass es viele fußballinteressierte und -begeisterte Frauen gibt. Aber jetzt zum Klischee. Meine Frau (Handballfan) bietet mir an meinem freien Samstag an, ein EM-Spiel mit mir zu gucken.
Wow!, denke ich. Aber eigentlich wollte ich ihr das nicht antun, und zweitens wollte ich mir das nicht antun.
Wie ist das ausgegangen? Das 18-Uhr-Spiel Niederlande gegen Dänemark haben wir dann doch zusammen geschaut. Es war kurzweilig. Hier mein Erlebnisbericht:

3. Minute, Frau: »Also, die roten Schuhe von dem Torwart sind echt krass. Der hat doch ein grünes Trikot an!«
3. Minute und 5 Sekunden, Mann: »Hab ich nicht gesehen.«
3. Minute und 10 Sekunden, Frau: »Warum nicht?«
3. Minute und 15 Sekunden, Mann: »Weil ich aufs Spiel geschaut habe.«
3. Minute und 20 Sekunden, Frau: »Aber das hättest du doch sehen müssen . . .«

Grummelpause.

11. Minute, Frau: »Den kenn ich!«
11. Minute und 3 Sekunden, Frau: »Wie heißt der noch?«
11. Minute und 6 Sekunden, Frau: »Ist der nicht bei Bayern?«
11. Minute und 11 Sekunden, Frau: »Oder war? Aber ich kenn den!«
11. Minute und 17 Sekunden, Frau: »Ich kenn den wirklich!«
11. Minute und 34 Sekunden, Frau: »Bommel? Heißt der nicht Bommel? Bommel spielte auf jeden Fall für Bayern! Stimmt doch, oder? Den kenn ich echt. Und das, obwohl er nicht für Deutschland spielt. Heißt der so?«
11. Minute und 55 Sekunden, Mann: »van«
11. Minute und 59 Sekunden, Frau: »Häh? van?«
12. Minute und 5 Sekunden, Mann (einmal tief durchatmen): »VAN Bommel!«
12. Minute und 9 Sekunden, Frau (lacht): »Ich hab Recht. Ich kenn mich aus! Wusste ich doch! Gut, nicht wahr? Sag schon, ich kenn mich wirklich aus! Das hättest du nicht gedacht!«
12. Minute und 20 Sekunden, Mann: »Ja, prima. Haste gut gemacht.«

Frau muss auf die Toilette. Mann holt sich ein Bier aus dem Kühlschrank.

16. Minute, Frau: »Aha, jetzt schon ein Bier.« (Anm. d. Mannes: Es ist Samstag, 18.18 Uhr)
16. Minute und 4 Sekunden, Mann: »Alkoholfreies Weizen.«
16. Minute und 9 Sekunden, Frau: »Und wann gibt’s ein echtes Bier?«
16. Minute und 14 Sekunden, Mann: »Später, zum Deutschland-Spiel.«
16. Minute und 19 Sekunden, Frau: »Ah so.«

18. Minute, Frau: »Warum ist die Bandenwerbung pink?«
18. Minute und 5 Sekunden, Frau: »W-A-R-U-M?«
18. Minute und 10 Sekunden, Frau: »Weißt du das?«
18. Minute und 15 Sekunden, Mann: »Was?«
18. Minute und 20 Sekunden, Frau: »Pink. Warum ist die zweite Reihe der Bandenwerbung pink?«
19. Minute und 30 Sekunden, Frau: »Hallo!? Erde an Ehemann!?«
19. Minute und 36 Sekunden, Mann: »Ich denk noch nach. Ist mir noch nie aufgefallen. Keine Ahnung. Ehrlich. Ich weiß es nicht. Ist das echt pink?«
19. Minute und 47 Sekunden, Frau: »Sieht gut aus. Du musst nicht immer aufs Spiel achten, es gibt auch andere spannende Sachen! Ups, ist das nicht Robben?«
20. Minute und 3 Sekunden, Mann: »Sehr gut.«
20. Minute und 7 Sekunden, Frau: »Hab doch gesagt, dass ich mich mit Bayern auskenne! Biste stolz?«
20. Minute und 15 Sekunden, Mann: »Ja.«

26. Minute, Frau: »Der Spieler sieht echt verwahrlost aus.«
26. Minute und 10 Sekunden, Mann: »Häh?«
26. Minute und 15 Sekunden, Frau: »Wie, häh? Der sieht total fertig aus, hat eine komische Frisur und kriegt nix hin.«
26. Minute, 30 Sekunden, Mann: »Jau, stimmt.«

30. Minute, Frau: »Die Dänen sind echt hübscher! Ist das eigentlich schön, dass ich mit dir Fußball gucke?«
30. Minute und 30 Sekunden, Mann: »Ja gut, sicherlich.«
30. Minute und 35 Sekunden, Frau: »Wie, ja gut, sicherlich?«
30. Minute und 45 Sekunden, Mann: »Ja, ist nett. Aber kann ich Deutschland gleich allein gucken?«

Nachdenken.

32. Minute, Frau: »Warum soll ich denn Deutschland nicht mit dir sehen?«
32. Minute und 10 Sekunden, Mann: »Weil ich das lieber allein sehen will. Dich interessiert das eigentlich doch eh nicht . . .«

Nachdenken.

35. Minute, Frau: »Also willst du das Spiel von Deutschland nicht mit mir sehen?«
35. Minute und 20 Sekunden, Mann: »Richtig. Du bist dann eh müde und willst das Spiel doch gar nicht gucken. Du würdest das doch nur mir zuliebe machen.«

Nachdenken.

37. Minute, Frau: »Ich geh nach der Halbzeit nach oben. Ich habe noch einige Folgen ›Bones‹ aufgezeichnet. Die schau ich mir an. Aber ich kenn mich mit Fußball mittlerweile gut aus, oder?«
37. Minute und 40 Sekunden, Mann: »Mach das. Echt nett, mit dir das Spiel zu sehen. Aber ich guck Deutschland wirklich lieber allein!«
37. Minute und 50 Sekunden, Frau: »Na gut. Aber ich kann doch jederzeit wiederkommen, oder?«
38. Minute und 3 Sekunden, Mann: »Na klar, überhaupt kein Problem. Aber beim Deutschland-Spiel darfst du keine Fragen stellen!«

Nachdenken.

39. Minute, Frau: »Dann bleib ich lieber oben!«

41. Minute und 5 Sekunden, Frau: »Aber du musst zugeben, dass ich nur Fragen zum Spiel gestellt habe!«
41. Minute und 11 Sekunden, Mann: »Ja, das stimmt. Wir gucken nur anders . . .«

Frau bleibt bis zur Halbzeit, gibt mir einen Kuss, wünscht viel Spaß und kehrt in der 80. Minute des Deutschland-Spiels zurück. Mario Gomez hat kurz zuvor das 1:0 erzielt.

80. Minute und 33 Sekunden, Frau: »Deutschland ist ja nicht so gut heute. Aber 1:0 ist okay. Wir schaffen das schon mit der EM!«

Abpfiff. Bis zum nächsten Mal!

Einmal am Tag ruft meine Frau mich an meinem EM-Arbeitsplatz in der Sportredaktion an. Aber am Samstag habe ich dann (endlich?!) ein EM-Spiel mit ihr zusammen im Fernsehen verfolgen dürfen... ;-)

Ihr könnt nach Hause griechen!

Halbfinale? Kein Problem. Das griechen wir auch noch hin.

Wer hat noch ein paar dumme Sprüche für uns? Die Leitungen sind geschaltet. Kommentare willkommen. Haut raus was geht. Als Hauptpreis gibt’s einen alkoholfreien Ouzo! Yamas!

Nach unserem ersten alkoholfreien Ouzo des Tages, hier die Tipps der Sportredaktion für die Partie Deutschland – Griechenland:

 

Es kann nicht immer Fußball sein!

Den spielfreien Mittwoch der EM hat eine Delegation der Sportredaktion erfolgreich genutzt. Im Finale der mit 5,50 Euro dotierten Bielefeld Open haben die Herren Brinkmeier und Schuster die Kollegen aus den Ressorts Wirtschaft und TV sportlich “vernichtet”. 6:1, 6:3, 6:3 nach drei Sätzen. Ein Durchmarsch der Sportkollegen. Tennis in Perfektion der Dornberger Sandkönige. Ein Kniefall vor der Ästhetik des weißen Sports. Boom! Wow! Stark! Sieg!

Und so sahen sie aus, die Fanta4:

Siegertypen: