WESTFALEN-BLATT

LOKALESALTKREIS HALLEMittwoch, 19. Juni 2013

Werther Im Hamsterrad übers Wasser 19.06.13 02:22

Beim stimmungsvollen »Mittsommer im Freibad« kommt eine neue Attraktion zum Einsatz

Halle B 68 nach Unfall gesperrt 18.06.13 18:17

Mann (38) fährt in Gegenverkehr

Bielefeld/Halle Webers Knatsch mit der Stadt Bielefeld Von Michael Schläger 18.06.13 09:04

Im Streit um das geplante Outletcenter in Halle gibt es erste Friedenssignale

Versmold Wohnungsbrand: Haus evakuiert, sechs Menschen verletzt 17.06.13 08:26

30.000 Euro Schaden – Ursache noch ungeklärt

Halle Kampf dem Knospenstecher Von Eische Loose 17.06.13 02:55

Im gemütlichen Garten der Gandelheids sorgt nur ein ungebetener Gast für Unruhe

Nachrichten aus dem Altkreis Halle

Nachrichten aus dem Altkreis Halle

Steinhagen
Auto überschlägt sich: zwei Menschen leicht verletzt
16.06.13
15:52
3 days
16.06.2013
- 16:00
Ampel war wegen einer Wartung ausgeschaltet
Halle
Ein Schauplatz mit morbidem Charme
15.06.13
02:34
4 days
15.06.2013
- 04:34
Stadt plant einen Geschichtspfad Waldbegräbnisse – Mausoleum benötigt ein neues Dach
Borgholzhausen
Eine Liebe entspringt in Pium
15.06.13
02:33
4 days
15.06.2013
- 10:59
Daniel Manns will Kino-Spielfilm in Borgholzhausen drehen – Unterstützer sollen Projekt finanzieren
Werther
Schweißbad in der Besenkammer
14.06.13
02:23
5 days
14.06.2013
- 10:30
Neue Wellness-Attraktion im Freibad: Stadt richtet eine Sauna mit Infrarotwärme ein
Steinhagen
Zerstörte Kirchenfenster: Kinder haben Steine geworfen
14.06.13
02:22
5 days
14.06.2013
- 10:26
Drei Jungen räumen weitere Taten ein
Halle/Bielefeld
Streit um Gerry-Weber-Outletcenter
13.06.13
14:00
6 days
17.06.2013
- 14:05
Modekonzern investiert 70 Millionen Euro am Stammsitz in Halle – Bielefeld erwägt Klage
Versmold
Versmolds höchstes Stilles Örtchen
13.06.13
03:02
6 days
13.06.2013
- 14:32
Marco Beckmeier steigt für Sanierung täglich auf das Silodach der Raiffeisen-Genossenschaft
Versmold
Kurze Nächte, lange Arme
12.06.13
09:33
7 days
12.06.2013
- 10:02
Mitglieder des Löschzugs Oesterweg auf dem Weg ins Hochwassergebiet
Werther
Hochgenuss auf Heinings Hof
11.06.13
02:57
8 days
11.06.2013
- 09:59
Literatur- und Musikfest »Wege durch das Land« begeistert in Werther zahlreiche Besucher
Halle
Auch Holländer wollen die A33
08.06.13
02:28
11 days
10.06.2013
- 08:03
Zur Trassenfahrt des Aktionsbündnisses reisen Teilnehmer von weit her an – Fertigstellung bis Schnatweg erst Ende 2017
Steinhagen
Rheumaliga verliert ihr Bad
08.06.13
02:21
11 days
10.06.2013
- 08:13
Physiotherapiepraxis Bußmeyer zieht um – Jetzt ist die Gemeinde gefragt
Borgholzhausen
Unfall auf der B 68: fünf Menschen leicht verletzt
05.06.13
14:12
14 days
06.06.2013
- 15:16
Lange Staus in beide Richtungen
Halle
Versuchter Mord aus Grausamkeit
04.06.13
20:53
15 days
05.06.2013
- 18:28
Frau (20) in Brand gesetzt – Staatsanwaltschaft stellt Anklage gegen stalkenden Ex-Freund vor
Steinhagen
Dachdecker abgestürzt
04.06.13
11:13
15 days
04.06.2013
- 14:15
Rettungshubschrauber-Einsatz auf Baustelle
Werther
Scheune soll zum »Sandkasten« werden
04.06.13
02:35
15 days
04.06.2013
- 11:32
Kindertagesstätte plant den Umzug von der Innenstadt an den Bokemühlenweg
Steinhagen
Bei Kiss und AC/DC wieder jung sein
03.06.13
09:40
16 days
03.06.2013
- 10:53
Rock-Oldie-Night in der Friedrichshöhe: DJ Lütti legt die Klassiker aus den 60ern und 70ern auf
Werther
Häger nimmt es mit allen auf
03.06.13
09:27
16 days
03.06.2013
- 10:36
Dorfgemeinschaft will die Schönheit des Ortes in bundesweitem Wettbewerb zeigen
Versmold
Tänzer machen Appetit auf mehr
03.06.13
02:19
16 days
03.06.2013
- 10:51
Viertägiger Besuch aus serbischer Partnerstadt Vrdnik: Trachtengruppe kommt zum Folklore-Fest im Herbst
Versmold
Blauregen ist sonnenhungrig
01.06.13
02:49
18 days
01.06.2013
- 11:41
Offene Gartenpforte in der Ravensberger Landschaft am 9. Juni in vier Versmolder Gärten
Halle
»Mein Bruder hat niemals die Gabi erschossen«
30.05.13
11:57
20 days
04.06.2013
- 07:49
Mordfall Gabriele Obst: Die Familie des inhaftierten Ehemannes spricht – Bruder und Schwägerin des Verdächtigen halten ihren Verwandten für unschuldig
Halle
Die Schilder sind noch nicht bestellt
29.05.13
13:22
21 days
30.05.2013
- 11:45
Teilsperrung für Lkw verzögert sich – Luftreinhalteplan wird voraussichtlich kommende Woche rechtskräftig
Halle (WB). Der Haller Luftreinhalteplan – er wird allmählich zur Endlos-Geschichte. Trotz Ankündigung von Anfang Mai wird er in diesem Monat nicht mehr in Kraft treten. Und auch dann wird es bis zur Teilsperrung für die Lkw noch einige Wochen dauern: Die Schilder müssen erst bestellt werden.

Damit der Luftreinhalteplan, der dafür sorgen soll, dass in der Haller Innenstadt die deutlich über dem Grenzwert liegenden Stickoxid-Werte gesenkt werden können, rechtskräftig werden kann, muss noch eine weitere gesetzliche Vorgabe erfüllt werden: eine Veröffentlichung im Amtsblatt der Bezirksregierung und eine nochmalige Offenlegung des Gesamtplanes. Beides soll jetzt kurzfristig nach letzten redaktionellen Arbeiten am Plan umgesetzt werden. Erst dann kann der wichtigste Teil der vielfältigen Maßnahmen in Kraft treten: die Teilsperrung der B 68 für den Schwerlastverkehr in Richtung Bielefeld. Der soll künftig über die Haller Westumgehung zunächst in Richtung Gütersloh und ab Niehorst in Richtung Brackwede umgeleitet werden.

Die Erwartung vieler Haller, dass ab Juni wenigstens die Hälfte der schweren Lastwagen aus der Innenstadt verschwinden könnte, dürfte aber enttäuscht werden. Obwohl der Landesbetrieb Straßen von Anfang an in den Prozess eingebunden war, sind Vorbereitung für die Ausschilderung der Umleitungsstrecke aber noch nicht getroffen worden. Das war von Seiten der Bezirksregierung bei mehreren Presseterminen angesprochen und eigentlich vorausgesetzt worden.

Ganz so schnell geht es aber doch nicht. Zwar hat Wolfram Mischer, Verkehrsingenieur der Bezirksregierung, am 17. Mai – parallel zu den letzten bürokratischen Schritten des Luftreinhalteplanes – die Anordnung für die Beschilderung an die beteiligten Straßenverkehrsbehörden und an den Landesbetrieb Straßen in Bielefeld verschickt, aber die Umsetzung erfordert noch Zeit.

Zunächst sei ein Mitarbeiter beauftragt worden zu überprüfen, ob die Anregungen des Landesbetriebes auch in die abschließende Fassung des Luftreinhalteplanes eingeflossen sind. Mittwoch soll die Anordnung dann weitergegeben werden an die zuständige Straßenmeisterei in Halle, kündigte Birgit Husemann vom Landesbetrieb in Bielefeld an. Von dort wird dann die Bestellung von mehr als 100 Verkehrsschildern über den landesweiten zentralen Einkauf in die Wege geleitet.

»Schilder mit Tempo 50 oder 70 haben wir natürlich vorrätig. Aber eine solche Menge an Sperr- und Umleitungsschildern haben wir nicht auf Lager«, sagt Birgit Husemann auf Anfrage des WB. Und auf Verdacht habe man die nicht bestellen können, ergänzt sie nach dem Hinweis auf die Beteiligung am Luftreinhalteplan. »Mit Absicht schieben wir es nicht auf die lange Bank.« Schließlich müsse man aber abwarten, dass der Luftreinhalteplan auch rechtskräftig sei.
Werther
Hier geht's ja zu wie im Urwald
29.05.13
02:40
21 days
29.05.2013
- 16:27
Spaß für die ganze Familie: spektakuläre Inszenierung des Klassikers »Dschungelbuch« auf der Waldbühne
Werther/Melle (WB). Die Vorstellung hat kaum begonnen, da wimmelt es auf der Bühne von Affen und Elefanten, Wölfen und Geiern. Dazwischen schlängelt sich die Schlange Kaa an der Seite von Mogli, Balu, Baghira und dem gefährlichen Tiger Shirkan: Ein prächtiges Titelbild für das »Dschungelbuch«. Das Familienstück der Meller (Ur-)Waldbühne feierte nun Premiere. Von tropischen Temperaturen keine Spur, dafür zwischendurch monsunartiger Regen: »Danke, dass ihr bei diesem Wetter gespielt hat«, ruft eine Zuschauerin beim Schlussapplaus den durchnässten Schauspielern zu. Durchhaltevermögen zeigt aber auch das Publikum bei dieser ungemütlichen Premiere. Ausgerüstet mit Decken und Regencapes verfolgen etwa 200 Zuschauer begeistert das tierische Treiben auf der Bühne. Manch einer beneidet den Bären Balu um seinen warmen Pelz. Ein dickes Fell hat Moglis Lehrer auch im übertragenen Sinne. Auf der Meller Waldbühne versucht er es zwar nicht mit Gemütlichkeit (»Bei uns gibt es keine gekaufte, sondern nur selbstgemachte Musik«, sagt Regisseur Andreas Pöhler-Regenbrecht), aber auch hier schwärmt er singend von Lässig- und Geschmeidigkeit. »Lass die anderen für dich arbeiten und genieße das Leben«, lautet die Philosophie des Bären, der den schwarzen Panther Baghira damit schier zur Verzweiflung bringt. Der Menschenjunge Mogli, der ihnen anvertraut ist, soll doch etwas Vernünftiges lernen! Zum Beispiel die Verkehrsregeln des Dschungels: Elefanten haben immer Vorfahrt, auch am Zebrastreifen. »Und ›Chamäleon‹ bedeutet: Bei grün gehen, bei rot stehen«, betet Mogli artig herunter. Die alte Geschichte, die Rudyard Kipling vor mehr als 100 Jahren erdachte, geht in Melle frech und schwungvoll über die Bühne. Ein richtiges Affentheater ist das zwischendurch. Denn allein zehn freche »Ratten der Baumkronen« wippeln durch die üppige Kulisse und werfen mit Kokosnüssen. Insgesamt zählt das Ensemble in zwei Besetzungen diesen Sommer 67 Erwachsene und Kinder. »Das war diesmal die größte Herausforderung«, sagt Regisseur Pöhler-Regenbrecht und freut sich darüber, dass es im Meller Dschungel nicht nur »alte Hasen« gibt. Aber welches Tier hat auf der Bühne das Sagen? Schaffen es die Wölfe, »ihren« Menschenjungen Mogli vor den Klauen des Tigers Shirkan zu schützen? Werden Balu und Baghira ihn retten können? Oder zieht die Schlange Kaa mit ihrem hypnotischen Blick am Ende alle in den Bann? Das Publikum auf jeden Fall. Das Dschungelbuch wird in den Meller Bergen bis zum 1. September an jedem Sonntag um 16 Uhr aufgeschlagen. Karten können in der Geschäftsstelle unter Telefon: 05422/42442 oder online reserviert werden. Die Tageskasse ist jeweils eine Stunde vor Aufführungsbeginn geöffnet. http://www.waldbuehne-melle.de
Steinhagen
Neuer Pferdesportverein
29.05.13
02:39
21 days
29.05.2013
- 07:59
Steinhagen-Brockhagen und Hollen vollziehen den Zusammenschluss
Steinhagen (WB). Den Zucht-, Reit- und Fahrverein Steinhagen-Brockhagen sowie den Ländlichen Reit- und Fahrverein Hollen gibt es nicht mehr. Aus beiden ist der neue Pferdesportverein Steinhagen-Brockhagen-Hollen entstanden. Am Montagabend ist die Fusion vollzogen worden. Im Anschluss an die Mitgliederversammlung im Restaurant Ententurm in Brockhagen unterzeichneten die Vorsitzenden Klaus-Dieter Milsmann (Steinhagen) und Heidi Uthoff (Hollen) im Beisein des Steinhagener Notars Siegmund Strochlitz die Fusionsverträge. Nun muss der PSV noch ins Vereinsregister eingetragen werden. Allein der Steinhagener Vorstand wird den neuen Verein führen: Neben Klaus-Dieter Milsmann sind das Gabriele Gutke als zweite Vorsitzende und Brigitte Justus als Geschäftsführerin. Heidi Uthoff, drei Jahre an der Spitze des Holler Vereins, übernimmt kein Vorstandsamt mehr, steht aber beratend zur Seite. Mit dem neuen Pferdesportverein ist mit etwa 650 Mitgliedern – 250 aus Hollen, 400 aus Steinhagen – der größte Reitverein im gesamten Umkreis entstanden, auch wenn Doppelmitgliedschaften jetzt noch abgezogen werden müssen. Ganz bewusst wollten die beiden Vereine aus einer Position der Stärke heraus zusammengehen. Der Wandel in der Gesellschaft, speziell in der Schullandschaft, stelle alle Vereine vor Herausforderungen, die man annehmen müsse, hatten die Vorsitzenden erklärt und vor Monaten die Fusion in den Blick genommen, die von den Mitgliedern ebenfalls positiv bewertet worden war. Auch am Montagabend bestand bei den letzten Abstimmungen weitgehend Einmütigkeit unter den anwesenden 68 Holler und 60 Steinhagener Mitgliedern. Einzig bei der Namensgebung, die im Vorfeld noch offen gelassen worden war, bestand Diskussionsbedarf: Der Vorschlag von Klaus-Dieter Milsmann, die Bezeichnung Zucht-, Reit- und Fahrverein beizubehalten wurde abgelehnt, besser kam »Pferdesportverein Steinhagen-Brockhagen-Hollen« an. »In dem Namen finden sich eben alle wieder«, kommentierte Milsmann, der sich bei den Mitgliedern ausdrücklich bedankte für die gute Begleitung des Prozesses: »Ihr macht mich glücklich!« Als Expertin hatte Karin Schulze-Kersting vom Landessportbund den Vereinen schon während der Verhandlungen sowie bei den Verträgen beratend zur Seite gestanden. »Wir bieten alle Sparten des Pferdesports auf höchstem Niveau«, so Milsmann. Auch der Fahrsport kommt dank der Holler zurück nach Steinhagen – obwohl die Gespanne auf dem bewährten Trainingsgelände im Nachbarortsteil bleiben. Seitdem die Holler ihre Reithalle zum 31. März aufgegeben haben, läuft schon vieles im Trainingsbetrieb im Steinhagener Reitsportzentrum zusammen, wo, wie berichtet auch das Holler Voltigierpferd steht und der Reitunterricht abgehalten wird. Auch auf das nächste große Vorhaben, die Steinhagener Reitertage, diesmal wieder mit Westfälischen Meisterschaften, wird sich der Zusammenschluss positiv auswirken: Mitglieder des Holler Vereins werden mit Katrin Gottenströter die Organisation der Dressurprüfungen übernehmen. Hermann Frentrup, selbst viele Jahre im Vorstand engagiert, sagte: »Es liegt an uns, was wir aus dem neuen Namen machen. Wir müssen nach vorn blicken, denn das, was wir am Reitsportzentrum geschaffen haben, lenkt sich nicht von allein.« Er wünsche sich, dass sich zur nächsten Vorstandswahl ganz viele fänden, die bereit seien, sich in das Führungsgespann miteinbinden zu lassen.
Halle
Ex-Freund bricht Schweigen
28.05.13
23:23
21 days
30.05.2013
- 11:18
Junge Frau in Flammen – Tatverdächtiger: »Ich wollte nur ihr Handy haben«

Halle (WB). Der Stalker, der im März in Halle seine Ex-Freundin mit Spiritus übergossen und angezündet haben soll, hat sein Schweigen aufgegeben und bestreitet jede Tötungsabsicht. »Ich wollte ihr nur drohen«, sagte Miroslav S. (34) zu Polizisten, die ihn im Gefängnis vernommen haben.

Isabel Schlegel (20) hatte sich nach zwei Jahren von ihrem Freund getrennt, der ihr jedoch weiter nachstellte und sich von drei Anzeigen und polizeilichen Platzverweisen nicht beeindrucken ließ. Auch am 16. März soll er der jungen Frau, die eine Ausbildung zur Verkäuferin begonnen hatte, aufgelauert haben.

Isabel Schlegel sagte aus, ihr Ex-Freund habe sie die Kellertreppe hinuntergestoßen. Dann habe sie eine Flüssigkeit gespürt und in Flammen gestanden.

Der Drucker Miroslav S. erklärte, die Beziehung sei ein ständiges Auf und Ab gewesen. Am Tattag habe er eine Flasche Spiritus gekauft und den Inhalt in eine Orangensaftflasche gefüllt. »Ich wollte Isabel damit drohen. Sie sollte glauben, ich hätte Säure in der Flasche. Ich wollte, dass sie mir ihr Handy gibt«, sagte der offenbar eifersüchtige frühere Freund.

Er könne sich aber nicht erklären, warum die Frau plötzlich gebrannt habe. »Ich wollte die Flammen mit meiner Jacke löschen, aber da ist Isabel schon schreiend nach draußen gelaufen.«

Zeugen hatten allerdings nichts von einem Rettungsversuch bemerkt, sondern den Kroaten vom Tatort weglaufen sehen. Auch die Behauptung, er habe nur mit einem Säureangriff drohen wollen, nehmen die Ermittler dem Mann nicht ab. Denn dafür hätte er keinen Spiritus in die Flasche füllen müssen. Den Mann erwartet nun eine Anklage wegen versuchten Mordes. »Dieser Vorwurf ist allerdings noch längst nicht bewiesen«, sagt sein Verteidiger Dr. Carsten Ernst.

Da der Täter kaum Vermögen besitzt, ist noch ungeklärt, ob jemand für die kosmetischen Operationen aufkommt, die das Opfer noch vor sich hat. »Nach etlichen Hauttransplantationen sehen mein linker Arm und mein Hals ziemlich schlimm aus. Das würde ich gerne korrigieren lassen«, sagt Isabel Schlegel, die sich gerade in einer Bad Salzufler Reha-Klinik erholt.

Prof. Dr. Hisham Fansa, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie am Klinikum Bielefeld: »Früher konnten wir Brandopfern umfassend helfen. Inzwischen bezahlen Krankenkassen zumeist nur noch Eingriffe, mit denen funktionelle Störungen beseitigt werden.« Bei besonders tragischen Ereignissen träfen Kassen aber auch schon mal Kulanzentscheidungen und übernähmen alle Kosten, sagte der Chefarzt.

Elena Schlegel (42), die Mutter des Verbrennungsopfers, hat in der kommenden Woche einen Termin bei der Krankenkasse. »Ich hoffe auf einen positiven Bescheid«, sagte sie gestern.

Auch der Opferschutzverein »Weißer Ring« (WR) macht sich dafür stark, dass die Frau die kosmetischen Eingriffe bezahlt bekommt. WR-Mitarbeiter Christian Jahn-Pabel: »Narben werden die Frau ein Leben lang an dieses Verbrechen erinnern. Deshalb sollte versucht werden, die Spuren soweit wie möglich zu entfernen.« Möglicherweise stehe der Frau dafür auch Geld nach dem Opferentschädigungsgesetz zu.

Weißer Ring sammelt Spenden: Der gemeinnützige »Weiße Ring« hat ein Spendenkonto eingerichtet: Weißer Ring, Brandopfer Schlegel, Konto 34 34 34, Deutsche Bank Mainz, BLZ 550 700 40.

Lesen Sie dazu auch:

Auch die Lunge war verbrannt (vom 25. Mai 2013)

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Versmold
Peckeloh macht's den Bayern nach
28.05.13
02:35
22 days
28.05.2013
- 08:26
Verkauf von Trikot, Kappe, Handtuch und Rucksack startet im eingerichteten Fan-Shop bei Sport Total
Versmold-Peckeloh (WB). Der SC Peckeloh geht seinen offensiven Marketingweg konsequent weiter. Pünktlich zum Start des U11-Cup an diesem Freitag kommt ein Fan-Trikot auf den Markt. Sport-Total-Geschäftsführer Mario Haberkamp richtet dafür und für weitere Devotionalien in seinem Geschäft einen Fan-Shop ein. Elegant kommt es daher, das neue Oberteil für alle SCP-Verrückten. Vorne mit roten und schwarzen Längsstreifen, ganz im Stile von Eintracht Frankfurt oder dem AC Mailand. Und hinten schlicht rot mit einer selbst entwickelten und geschützten Rückennummer. »Das Gründungsjahr 1960 ist in die Nummer eingearbeitet«, erklärt Mario Haberkamp, für den die neuartige Zusammenarbeit mit dem SCP überhaupt keine Frage war. »Bereits die ersten Entwürfe und Überlegungen sind sehr professionell gewesen«, lobt Haberkamp. Neben Trikot zählen eine schwarze Kappe, ein roter Rucksack sowie ein schwarzes Handtuch zum ersten Sortiment. Spätestens bis zum kommenden Saisonstart soll ein Schal folgen. »Wenn es gut anläuft, werden wir die Produktpalette nach und nach erweitern«, sagt Jan Fahrenwald, Der Fußball-Abteilungsleiter möchte sie aber keineswegs mit fremden Federn schmücken: »Initiator des Ganzen ist mein Bruder Lars gewesen.« Weil der kreative Kopf, der selbst Spieler der ersten Landesliga-Mannschaft ist. beim offiziellen Vorstellungstermin verhindert war, erklärt Jan Fahrenwald, worum es dem Sportverein mit seinen 1200 Mitgliedern geht: »Wir wollen mit dem Trikot bei unseren Anhängern ein einheitliches Erscheinungsbild erreichen, um einen hohen Wiedererkennungswert zu schaffen. Deshalb erhält jeder Fan-Artikel das einheitliche SCP-Logo. So wie es auch die Bayern machen.« Zunächst wird die erste Mannschaft mit den neuen Adidas-Oberteilen ausgestattet. Dabei ist die Stadtsparkasse Versmold erneut Sponsor. Und das auch bei den Fantrikots: »Weil jeder Anhänger sein Trikot auf dem Rücken individuell beflocken lassen kann, übernehmen wir diese Kosten«, sagt Sparkassenvorstandsmitglied Matthias Hauke. Die Fan-Artikel gibt es ab Samstag ausschließlich bei Sport Total zu kaufen. Mit einer Ausnahme: Beim U11-Cup an diesem Wochenende wird es im Kurt-Nagel-Parkstadion einen Sonderstand geben. Zur Frage, ob der SCP auf dem Weg zu einer eigenen Geschäftsstelle ist, sagt Jan Fahrenwald: »Vielleicht kommen wir eines Tages gar nicht daran vorbei. Doch zunächst einmal können wir die immer weiter zunehmende Arbeit mit zwei jungen Menschen auffangen, die bei uns am ersten August ihr freiwilliges soziales Jahr beginnen.« Und Annette Nagel, zweite Vereinsvorsitzende und Jugendleiterin, ergänzt: »Eine Geschäftsstelle sollten wir so lange wie möglich hinausschieben. Ehrenamtliche Mitarbeiter stecken einfach viel mehr Herzblut in ihren Verein und ihre Tätigkeit.«

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19.06.13
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21.06.13
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22.06.13
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23.06.2013
23.06.13
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