WESTFALEN-BLATT

BIELEFELDWILSBERGMittwoch, 16. Mai 2012

Bielefeld

»Wilsberg« reißt 5,8 Millionen Zuschauer mit

Von Stefan Biestmann
20.02.12 01:05

Zwei Tage nach der Bundespremiere in Bielefeld: ZDF-Krimireihe lässt sogar DSDS hinter sich +++ mit Filmkritik

Bielefeld

Ansturm auf die »Wilsberg«-Stars

Von Burgit Hörttrich
17.02.12 00:34

Premiere in Bielefeld: Schauspieler begeistern auf der Kinoleinwand und persönlich +++ mit Bildergalerie

Bielefeld

Wilsberg-Dreh an der Sparrenburg

Von Stefan Biestmann und Thomas F. Starke (Foto)
10.02.12 01:03

Erster Dreh in Bielefeld – Filmclip liefert neue Spur im ZDF-Online-Krimi

Bielefeld

Lansink schreibt Autogramme

Von Stefan Biestmann
31.01.12 01:03

»Wilsberg«: Internet-Rätselsuche geht voran

Bielefeld

WESTFALEN-BLATT holt »Wilsberg« nach Bielefeld

24.01.12 16:10

Karten für zwei Premiere-Vorstellungen nach kurzer Zeit ausverkauft

Hintergründe rund um »Wilsberg«

Weitere Nachrichten

Bielefeld
Online-Spurensuche bei »Wilsberg«
24.01.12
15:21
113 days
03.05.2012
- 14:13
ZDF startet Internetprojekt zur Kino-Premiere – Rätsel auch im WESTFALEN-BLATT.
ZDF startet Internetprojekt zur Kino-Premiere – Rätsel auch im WESTFALEN-BLATT
Von Stefan Biestmann

Bielefeld (WB). Passend zur Premiere der »Wilsberg«-Folge »Die Bielefeld-Verschwörung« am 16. Februar im Cinestar können auch Fans der ZDF-Krimireihe im Internet auf Spurensuche gehen. Dazu müssen sie ab diesem Samstag verschiedene Rätsel lösen und Hinweise finden.

»Wir lassen den Zuschauer Teil der Verschwörungstheorie werden«, berichtet Benjamin Gögge. Der ZDF-Internetredakteur entwickelte gemeinsam mit seiner Kollegin Marlene Stube und dem aus Bielefeld stammenden und für die »Wilsberg«-Reihe verantwortlichen ZDF-Redakteur Martin Neumann die neue Internetseite www.101bielefeld.de.

Das ZDF ist gemeinsam mit dem WESTFALEN-BLATT und Cinestar Initiator der ausverkauften »Wilsberg«-Premiere – der ersten in Bielefeld. Und so ist auch eines der vielen Rätsel im WESTFALEN-BLATT zu finden. Am 10. Februar wird ein verschlüsselter Text in der Zeitung zu lesen sein. Die Übersetzung ist eine knifflige, aber lösbare Aufgabe.

Das ZDF verknüpft für das Internetprojekt zwei »Wilsberg«-Folgen. Ausgangspunkt der Spurensuche im Internet ist die nächste Episode »Aus Mangel an Beweisen«, die bereits morgen um 21 Uhr in ZDF Neo und an diesem Samstag um 20.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt wird. Der Verschwörungstheoretiker Nils Erdel wird in dieser Folge erstmals eingeführt. In der drei Wochen später ausgestrahlten Episode »Die Bielefeld-Verschwörung« steht er dann im Mittelpunkt eines mysteriösen Mordfalls.

»Zwischen diesen beiden Folgen wird im Internet das Schicksal von Nils Erdel weitererzählt«, erklärt Martin Neumann. Die Internetseite ist ein fiktiver Blog von Nils Erdel. »Der Zuschauer kann in Videos und Blogeinträgen verfolgen, welche Beweise Nils mit seinen Unterstützern sammelt und was den Verschwörungstheoretikern widerfährt«, berichtet Benjamin Gögge. Und der Internetnutzer könne selbst Hinweise auf die Existenz oder Nichtexistenz Bielefelds sammeln.

Nach ZDF-Angaben ist das Online-Projekt zwischen den beiden »Wilsberg«"-Folgen in dieser Form eine Premiere. »Da viele unserer Zuschauer sehr jung und damit den neuen Medien gegenüber sehr aufgeschlossen sind, haben wir uns für dieses Projekt entschieden«, berichtet Martin Neumann. Er betont, dass alle »Wilsberg«-Fans die Folge »Die Bielefeld-Verschwörung« auch ohne die Internet-Variante verstehen. Doch Neumann stellt fest: »Wer die Verschwörung im Internet versäumt, verpasst die Chance, selbst Teil der Handlung zu werden.«

Hier geht's zum Online-Rätsel
Bielefeld
»Wilsberg«: Chaot mit Charme und Chuzpe
24.01.12
15:07
113 days
03.05.2012
- 14:40
ZDF-Redakteur Martin Neumann erklärt, warum die Krimi-Reihe so erfolgreich ist.
ZDF-Redakteur Martin Neumann erklärt, warum die Krimi-Reihe so erfolgreich ist
Bielefeld (WB). Seit 1998 ermittelt Leonard Lansink als Chaos-Detektiv Georg Wilsberg in der westfälischen Metropole Münster. Als Buchhändler und Detektiv kann er sich allerdings kaum entscheiden, was Hobby und was der Beruf ist. Meistens ist es so, dass die Einnahmen der einen Beschäftigung gerade die Kosten der anderen decken. Und so schlägt er sich mehr schlecht als recht durchs Leben.

Die Anwaltlizenz wurde ihm entzogen, weil er die Gelder eines Mandanten veruntreute – eigentlich nur, um diesem zu helfen. Dass er kein Bein auf den Boden bekommt, hängt auch damit zusammen, dass Wilsberg sich stets mit den Falschen anlegt. Doch wenn es um die Aufklärung eines Verbrechens geht, dann kennt Georg Wilsberg eben auch keinen Respekt vor den Reichen und Mächtigen.

Die Mischung aus Krimi und Komödie ist deswegen so erfolgreich – in diesem Jahr erreichte die Folge »Frischfleisch« 6,14 Millionen Zuschauer, das entspricht einem Marktanteil von 20,5 Prozent –, weil dem Zuschauer hier eine unterhaltsame Ablenkung von seinen Alltagssorgen geboten wird. Auch der bewusste Verzicht auf Sex- und Gewaltdarstellungen oder andere spekulative Aufgeregtheiten trugen dazu bei, dass Wilsberg den Weg zum Zuschauer fand. Kleine, aber dichte Geschichten um einen Privatdetektiv, der uns eindrucksvoll vor Augen führt, dass es trotz aller Rückschläge und Katastrophen auch immer wieder Hoffnung und Perspektiven gibt.

Ein weiterer Reiz der Reihe liegt in den eigenwilligen Charakteren. Georg Wilsberg ist weder ein Superheld noch ein Beau, sondern ein "Typ von nebenan". An ihm prallen Internet-Blasen, Banken-, Weltwirtschafts- bzw. Eurokrisen oder auch hysterische Aufregungen um Casting-Shows und verzweifelt gesuchte Superstars ab. Als Detektiv »scheitert« er zwar stets in seine Fälle hinein, ist aber dennoch der Polizei (in Gestalt der resoluten Kommissarin Springer) immer einen Schritt voraus. Seine beiden Freunde Ekki Talkötter, der beim Finanzamt arbeitet, und die attraktive Anwältin Alex, sind dabei keine wirklich souveränen Mitstreiter. Man schaut ihnen einfach gerne und vergnügt bei ihrem Chaos zu, aus dem es immer wieder einen Ausweg gibt. Mit diesem vortrefflichen Schrullenpersonal hat sich die »Wilsberg«-Reihe zu einer festen Größe im ZDF entwickelt. In Münster selbst ist ein Leben ohne Wilsberg völlig undenkbar. Die Kinopremieren, die im Vorfeld einer Fernsehsendung vor Ort aufgeführt werden, sind mittlerweile zu kleinen Volksfesten geworden. Wegen des hohen Publikumandrangs werden diese mittlerweile auf den Aasee-Terrassen veranstaltet. Mehr als 1500 Wilsberg-Fans aus Münster und Umgebung fiebern dann vor großer Leinwand mit den Akteuren um die Lösung des kniffligen Kriminalfalls. Wünschen wir unserem Meisterdetektiv also, dass er noch viele Fälle erfolgreich lösen wird! 36 Folgen sind bislang abgedreht, vier weitere Filme werden im Jahr 2012 produziert. In zwei neuen Folgen werden zum ersten Mal zwei Fernsehfilme inhaltlich mit einem interaktiven Onlineangebot verbunden. »Aus Mangel an Beweisen« und »Die Bielefeld-Verschwörung« werden Ende Januar und Mitte Februar 2012 in einem Abstand von drei Wochen ausgestrahlt. Dazwischen haben Zuschauer und User die Möglichkeit sich im Internet interaktiv zu beteiligen.

Lesen Sie dazu auch: »Online-Spurensuche bei »›Wilsberg‹«
Bielefeld
Die Biografie von »Wilsberg«-Mime Leonard Lansink
24.01.12
14:45
113 days
24.01.2012
- 19:49
Der Schauspieler stammt aus Hamm in Westfalen.
Der Schauspieler stammt aus Hamm in Westfalen
Leonard Lansink, Jahrgang 1956, stammt aus Hamm in Westfalen. Seine Schauspielausbildung absolvierte er an der renommierten Folkwang-Hochschule Essen, anschließend erhielt er Stückverträge an den Bühnen in Essen, Bochum und Oberhausen. 1980 gründete er eine eigene Theatergruppe, führte dort Regie und spielte unter anderem in Werken von Wolf Biermann (»Der DRA-DRA«), Johann Wolfgang von Goethe (»Urfaust«) und François Villon (»Das Testament«). In den 80er Jahren wandte sich Leonard Lansink verstärkt dem Fernsehen zu. Sein Debüt gab er 1985 im Fernsehspiel »King Kongs Faust« unter der Regie von Heiner Stadler. Auch auf der Leinwand machte er sich rasch einen Namen, spielte in so populären Kinofilmen mit wie Adolf Winkelmanns Fußballer-Drama »Nordkurve« (1993) und Sönke Wortmanns Erfolgskomödie »Der bewegte Mann« (1994) sowie in »Still Movin« (1997), der Ralf-König-Verfilmung »Kondom des Grauens« (1996), »Knockin' on Heaven's Door« (1997) und in Til Schweigers Regiedebüt »Der Eisbär« (1998). Seit 1999 ermittelt er für das ZDF sehr erfolgreich als Detektiv »Wilsberg« in Münster. Die »Wilsberg«-Folge »Oh, du Tödliche« wurde 2011 vom New York Festival mit der Bronze World Medal (Kategorie TV-Movie/Drama Special) ausgezeichnet. Film und Fernsehen - eine Auswahl: 1985 »King Kongs Faust«, Kino, Regie: Heiner Stadler
1987 »Hollywood Monster«, Regie: Roland Emmerich
1989 »Singles«, Regie: Ecki Ziedrich
1990 »Von Zeit zu Zeit«, Kino, Regie: Michael Gutmann
1993 »Nordkurve«, Kino, Regie: Adolf Winkelmann
        »Tatort - Sperrbezirk», Regie: Josef Rödl
1994-2005 »Ein starkes Team« (28 Folgen), ZDF, Regie: diverse
1994 »Der bewegte Mann«, Kino, Regie: Sönke Wortmann
1996 »Kondom des Grauens«, Kino, Regie: Martin Walz
        »Nur für eine Nacht«, ZDF, Regie: Michael Gutmann
1997 »Still Movin«, Kino, Regie: Niki Stein
        »Doppelter Einsatz - Narkose ins Jenseits«,
        Regie: Michael Mackenroth
        »Knockin' on Heaven's door«, Kino, Regie: Thomas Jahn
        »Der stille Herr Genardy«, Regie: Carlo Rola
1998 »Der Eisbär«, Kino, Regie: Til Schweiger, Granz Henman
1999-2012      »Wilsberg«, ZDF, Regie: diverse 1999
                     »Das Callgirl«, Regie: Peter Keglevic
                     »Der Mörder meiner Mutter«, Regie: Lars Kraume
                     »Einer geht noch«, Regie: Vivian Naefe
                     »Die Entführung«, Regie: Peter Patzak
2000 »Liebestod«, Regie: Stephan Wagner
2001 »Besuch aus Bangkok«, Regie: Susanne Hake
2002 »Anam«, Kino/ZDF, Regie: Buket Alakus
        »Mein erstes Wunder«, Kino, Regie: Anne Wild
        »Mehr als nur Sex«, Regie: Claudia Garde
        »Herz im Kopf«, Kino, Regie: Michael Gutmann
2004 »Polizeiruf 110: Rosentod«, Regie: Hans Werner
2005 »Mein Mann und seine Mütter«, ZDF, Regie: Franziska Meyer Price
2006 »Doppelter Einsatz - Schatten der Vergangenheit«,
        Regie: Thorsten Näter
        »Pfarrer Braun - Drei Särge und ein Baby«, Regie: Wolfgang Henschel
2008 »Ihr könnt euch niemals sicher sein«, Regie: Nicole Weegmann
2009 »Der Stinkstiefel«, ZDF, Regie: Thomas Nennstiel
        »Der Teufel mit den drei goldenen Haaren«, ZDF,
        Regie: Hans-Günther Bücking
        »Gräfliches Roulette«, Regie: Ulrich König
2011 »Im besten Alter«, Regie: Felicitas Darschin
        »Das große Comeback«, ZDF, Regie: Tomy Wigand

TV-Serien - eine Auswahl:

2002
»Ein Fall für zwei - Mitten ins Herz«, ZDF, Regie: Peter Adam
2010 »Um Himmels Willen - Weihnachten unter Palmen«, Regie: Uli König


Auszeichnung:

1997
Darstellerpreis der Deutschen Akademie für darstellende Künste für »Nur für eine Nacht«
Bielefeld
»Wilsberg«-Redakteur im Interview
24.01.12
14:24
113 days
03.05.2012
- 14:40
Martin Neumann kommt aus Bielefeld.
Martin Neumann kommt aus Bielefeld
Von Magda Huthmann Man mag es kaum glauben, aber der chaotische Wilsberg ist durchaus internetaffin. Obwohl er in den Filmen gerne mit der neuen Technik hadert. Wie kam es dazu?
Neumann: Bereits 1999 erhielten User erstmals die Möglichkeit, den Entstehungsprozess eines ZDF-Samstagabend-Krimis am Computer zu verfolgen und aktiv an Wilsbergs neuem Fall mitzuarbeiten. Sie konnten dem Autor Vorschläge zum Drehbuch (z. B. Dialoge, Szenen, Handlungsstränge) unterbreiten oder Fragen an die Redaktion richten. Zusätzlich erhielten sie nützliche Hinweise zum Thema Drehbuch (z. B. Ausbildungsmöglichkeiten an deutschen Filmhochschulen, weiterführende Seminare, Workshops, Literaturhinweise, etc). 2001 gingen Sie mit »eScript« sogar noch einen Schritt weiter.
Neumann: Ja, über einen längeren Zeitraum wurde den Teilnehmern wöchentlich eine Aufgabe gestellt, bei der es um die Ausgestaltung von konkreten Filmszenen ging. Mehr als 100 Beiträge täglich trafen während des Projekts in der Redaktion ein, am Ende lag die Zahl der Beiträge bei rund 7000. Es entwickelte sich schnell ein Gemeinschaftsgeist, der auch über die Grenzen des Forums hinausging. Die Teilnehmer mit den besten Beiträgen konnten Statistenrollen, der Hauptgewinner das Set-Praktikum beim Dreh des Films gewinnen. »eScript« erhielt ja auch den renommierten Grimme-Online-Award.
Neumann: Das war ein besonders schöner Preis, weil er auch zum ersten Mal vergeben wurde. Darauf bin ich besonders stolz. Die »eScript«-Community bot eine ideale Web-Plattform für alle, die sich für Krimis und Filmdramaturgie interessieren oder sich als Autoren weiterbilden wollten. Apropos Preis: 2011 wurde Wilsberg ja auch international ausgezeichnet mit der Bronze Medaille beim New York Festival.
Neumann: Ja und zwar als einziger deutscher Beitrag in der Sektion »TV-Movie/ Drama Special«. Mit Einreichungen aus über 35 Ländern gehört das New York Festival zu den wichtigsten und größten Wettbewerben seiner Art. Das ist eine ehrenvolle Auszeichnung für das gesamte »Wilsberg«-Format und seine Macher. Zurück in die nationalen Niederungen: Mit der Folge »Letzter Ausweg: Mord« wurde 2002 erstmals ein komplettes Drehbuch im Internet entwickelt und auch erfolgreich gesendet. Das gab es noch nie im deutschen Fernsehen.
Neumann: Nicht weniger als sechs Autoren erstellten gemeinsam das Drehbuch, nicht einer hatte eine filmspezifische Ausbildung. Geschrieben haben die sechs schon früher – Kurzgeschichten, Sachbücher, Gedichte und Sketche fürs Fernsehen. Diese Leidenschaft, unerschütterliche Zuversicht und eine für Autoren bemerkenswerte Kooperationsbereitschaft ließen aus einer Zufallsbekanntschaft beim ersten eScript-Szenenwettbewerb ein erfolgreiches Team werden. Wieso ging es damit nicht weiter?
Neumann: Wir mussten feststellen, dass die Sache zu komplex wurde und wir drehreife Bücher nicht in der notwendigen Schlagzahl liefern konnten. Wir produzieren pro Jahr drei neue Folgen und die müssen einfach sitzen. Für Experimente ist da leider kein Platz, es steht zu viel auf dem Spiel. Dennoch haben Sie sich nun wieder etwas Neues in Sachen »Wilsberg und Internet« ausgedacht.
Neumann: Nach der Erstausstrahlung im ZDF-Hauptabendprogramm werden die »Wilsberg«-Folgen in der ZDFmediathek extrem gut angenommen und haben mit die höchsten Zugriffe. Da unsere Zuschauer auch sehr jung und damit den neuen Medien gegenüber sehr aufgeschlossen sind, hatten wir die Überlegung, den Usern etwas Interaktives zwischen zwei Folgen anzubieten und so kamen wir auf die Idee, die Folgen »Aus Mangel an Beweisen« und »Die Bielefeld-Verschwörung« inhaltlich miteinander zu verbinden. Die User können sich dann zwischen den Ausstrahlungsterminen Ende Januar und Mitte Februar 2012 im Internet daran beteiligen. Die ZDF-Kollegen der HR Neue Medien leisten da ganze Arbeit. Wie darf man sich das vorstellen?
Neumann: Das interaktive »Wilsberg«-Projekt führt die Handlung zwischen den beiden Filmen im Internet und in der Realität einfach weiter. Im Zentrum steht ein gewisser Nils Erdel, der in der Wilsberg-Folge »Aus Mangel an Beweisen« zunächst als Mordverdächtiger mit Hang zu Verschwörungstheorien eingeführt wird. In der nächsten Folge »Die Bielefeld-Verschwörung« steht er im Zentrum des Geschehens. Zwischen diesen Folgen wird im Internet das Schicksal von Nils Erdel weitererzählt. Aber die beiden Filme kann man auch ohne dieses Internet- Intermezzo verstehen, oder?
Neumann: Auf jeden Fall. Der Zuschauer wird auf verschiedenen Internet-Plattformen Zeuge, wie sich Nils zunehmend von Unbekannten bedroht fühlt. Der Zuschauer wird mit kleinen Aufgaben und Rätseln beauftragt, die in Webapplikationen, über eingesandte Videos, Bilder oder Aufgaben in der Realität zu lösen sind. Im Verlauf der Geschichte stolpert Nils in seine Verdammnis. Aber da setzen die Ereignisse um die »Bielefeld-Verschwörung« im ZDF-Film wieder ein. Was macht »Wilsberg« im Fernsehen eigentlich so erfolgreich?
Neumann: Neben einer fernsehgerechten Dramatisierung der jeweiligen Kriminalfälle hinterfragen wir immer die Beziehungen unserer vier Hauptdarsteller untereinander. Welche Charaktermerkmale heben wir hervor, wie können wir ihre Konflikte verschärfen und vor allen Dingen: Wie können wir die Zuschauer für diese chaotische Truppe begeistern? Eine ziemlich gute Idee war es – denke ich – unseren vieren ein bestimmtes Temperament zuzuweisen. Wilsberg den Phlegmatiker, Ekki den Melancholiker, Kommissarin Springer die Cholerikerin und Alex die Sanguinikerin. Nicht zu vergessen Anna Springers hitzköpfigen Assistenten Overbeck, der sich mittlerweile zum heimlichen Star der Truppe gemausert hat. Auf was dürfen wir uns denn bei Wilsberg noch freuen?
Neumann: 2012 drehen wir die 40. Folge und ein Ende ist nicht abzusehen. Akteure und Team sind immer noch mit Begeisterung dabei und die Ideen für neue Plots gehen uns auch nicht aus. Bereits zum dritten Mal hintereinander wurde die Weihnachtsfolge »Oh, Du Tödliche« im ZDF-Hauptabendprogramm und auf ZDFneo nun ausgestrahlt. Damit ist diese turbulente Episode auf dem besten Weg, ein Evergreen – wie »Dinner for one« – zu werden. Es geht also munter weiter und die Zuschauer können sich auf ebenso spannende wie unterhaltsame Episoden freuen.
Bielefeld
Thomas Kramer moderiert »Wilsberg«-Premiere
24.01.12
14:05
113 days
03.05.2012
- 14:39
ZDF-Journalist begrüßt mehr als 1000 Fans und Leonard Lansink.
ZDF-Journalist begrüßt mehr als 1000 Fans und Leonard Lansink
Bielefeld (sb). Er ist Fernsehzuschauern unter anderem als langjähriger Co-Moderator der ZDF-Sendung »WISO« bekannt. Am 16. Februar moderiert ZDF-Journalist Thomas Kramer die »Wilsberg«-Premiere im Cinestar. Der 50-Jährige machte ausgerechnet in Münster, dem Drehort des Krimis, 1980 sein Abitur und studierte auch in der westfälischen Universitätsstadt. »Da ich selbst ein großer Wilsberg-Fan bin, freue ich mich sehr auf die Premiere – und auf Bielefeld«, sagt er. Die beiden Vorstellungen der Folge »Die Bielefeld-Verschwörung« am 16. Februar um 19 und 21 Uhr waren binnen kurzer Zeit ausverkauft. Das WESTFALEN-BLATT hatte gemeinsam mit Cinestar und dem ZDF das Projekt initiiert. Thomas Kramer ist derzeit unter anderem als Redakteur für die ZDF-Sendung »Terra Xpress« zuständig. Zudem moderiert er häufig Großveranstaltungen. Er sei positiv überrascht davon gewesen, dass die Karten für die erste »Wilsberg«-Premiere in Bielefeld so schnell vergriffen gewesen seien, meint Kramer. Die Erfolgsreihe ist für ihn eine »gelungene Mischung aus Comedy und Krimi«. Hinzu komme, dass der Privatdetektiv Wilsberg mit »sehr unkonventionellen« Methoden zu Werke gehe. »Und die Westfalen haben durchaus einen eigenen Sinn für Humor«, sagt Kramer und lächelt. Für den gebürtigen Coesfelder schließt sich mit der Moderation der Premiere auch der Kreis. Denn 1994 berichtete er als damaliger Reporter über die Dreharbeiten zur allerersten Folge der ZDF-Krimireihe. Jetzt wird er am 16. Februar zur ersten Bielefeld-Premiere mehr als 1000 »Wilsberg«-Fans und Hauptdarsteller Leonard Lansink begrüßen. Für Kramer steht fest: »Das wird ein sensationeller Abend.«

Alle alten »Wilsberg«-Folgen im Überblick
24.01.12
13:39
113 days
24.01.2012
- 19:53
Von 1995 bis 2011 wurden 33 Episoden gedreht.
Von 1995 bis 2011 wurden 33 Episoden gedreht
1995
»Und die Toten lässt man ruhen« (Joachim Król in der Rolle des Georg Wilsberg), Regie: Dorothea Neukirchen

1998
»In alter Freundschaft« (erster Wilsberg mit Leonard Lansink, noch ohne Reihentitel "Wilsberg"), Regie: Dennis Satin

1999
»Wilsberg und die Tote im See«, Regie: Dennis Satin

2001
»Wilsberg und der Mord ohne Leiche«, Regie: Dennis Satin
»Wilsberg und der Schuss im Morgengrauen«, Regie: Dennis Satin

2002
»Wilsberg und der letzte Anruf«, Regie: Dennis Satin
»Wilsberg und der Tote im Beichtstuhl«, Regie: Manuel Siebenmann

2003
»Wilsberg und der stumme Zeuge«, Regie: Peter Lichtefeld
»Wilsberg - Letzter Ausweg: Mord«, Regie: Dennis Satin

2004
»Wilsberg - Der Minister und das Mädchen«, Regie: Dennis Satin
»Wilsberg - Tod einer Hostess«, Regie: Manfred Stelzer
»Wilsberg - Tödliche Freundschaft«, Regie: Thorsten Näter

2005
»Wilsberg - Schuld und Sünde«, Regie: Buddy Giovinazzo
»Wilsberg - Todesengel«, Regie: Buddy Giovinazzo
»Wilsberg - Ausgegraben«, Regie: Peter F. Bringmann

2006
»Wilsberg - Callgirls«, Regie: Walter Weber
»Wilsberg - Falsches Spiel«, Regie: Peter F. Bringmann
»Wilsberg - Tod auf Rezept«, Regie: Marc Hertel

2007
»Wilsberg - Miss-Wahl«, Regie: Walter Weber
»Wilsberg - Die Wiedertäufer«, Regie: Martin Gies
»Wilsberg - Unter Anklage«, Regie: Martin Gies

2008
»Wilsberg - Filmriss«, Regie: Reinhard Münster
»Wilsberg - Royal Flush«, Regie: Reinhard Münster
»Wilsberg - Interne Affären«, Regie: Catharina Deus
»Wilsberg - Das Jubiläum«, Regie: Reinhard Münster

2009
»Wilsberg - Der Mann am Fenster«, Regie: Reinhard Münster
»Wilsberg - Doktorspiele«, Regie: Hans-Günther Bücking
»Wilsberg - Oh du tödliche ...«, Regie: Hans-Günther Bücking

2010
»Wilsberg - Gefahr im Verzug«, Regie: Hans-Günther Bücking
»Wilsberg - Bullenball«, Regie: Hans-Günther Bücking

2011
»Wilsberg - Frischfleisch«, Regie: Hans-Günther Bücking
»Wilsberg - Tote Hose«, Regie: Hans-Günther Bücking
»Wilsberg - Im Namen der Rosi«, Regie: Hans-Günther Bücking

Premiere ausverkauft


Es dauerte nur wenige Stunden, bis alle Karten für die »Wilsberg«-Premiere in Bielefeld vergriffen waren. Mehr als 500 Karteninhaber freuen sich jetzt auf die erste Krimi-Vorstellung am 16. Februar von 19 Uhr an im großen Cinestar-Saal. Auch die zweite Premieren-Vorstellung um 21 Uhr war nach kurzer Zeit ausverkauft. Doch auch alle, die nicht dabei sind, finden auf dieser Seite jede Menge Infos rund um Wilsberg und die »Bielefeld-Verschwörung«.