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Saarbrücken (WB). Arminia Bielefeld darf sich weiter große Hoffnungen auf die Zweitligarückkehr machen. Gestern Abend siegte der Fußball-Drittligist im Nachholspiel beim 1. FC Saarbrücken trotz einer schlechten Leistung 4:2 (2:1) und liegt damit bei einem Spiel weniger nur noch einen Punkt hinter Rang drei.
»Ich bin nicht durchgehend zufrieden. Aber um oben dran zu bleiben, musst du auch schlechte Spiele gewinnen«, betonte Arminias Trainer Stefan Krämer. Für drei Wechsel in der Startelf hatte sich der Chefcoach entschieden, um die Aufgabe im Saarland zu lösen. Die beim Sieg gegen Rot-Weiß Erfurt (2:0) überzeugenden Philipp Riese, Marc Lorenz und Eric Agyemang mussten das Spiel zunächst von der Bank betrachten. Dafür rückten Thomas Hübener als Innenverteidiger, Manuel Hornig als Sechser und Pascal Testroet im zentralen offensiven Mittelfeld in die Anfangsformation.
Krämers personeller Lösungsansatz funktionierte zunächst allerdings nicht. Fünf Minuten waren gespielt, als Saarbrückens Sven Sökler von allen Arminen verlassen im Strafraum an den Ball kam und aus elf Metern die Führung der Gastgeber erzielte. Kurze Zeit später hätte Ufur Özbek bereits auf 2:0 erhöhen können, doch der FCS-Stürmer scheiterte aus vier Metern an Bielefelds Schlussmann Patrick Platins (12.). »Von Beginn an standen wir zu tief und waren zu weit weg von den Leuten«, bemängelte DSC-Kapitän Thomas Hübener.
Immerhin waren das Glück und Tim Knipping mit den Arminen. Vollkommen unbedrängt legte der Saarbrücker den Ball mit der Brust Fabian Klos vor die Füße. Arminias Torjäger musste die Kugel nur noch aus 15 Metern am verdutzten Keeper Benedikt Fernandez vorbei ins Tor schieben (14.).
Dem turbulenten Beginn folgte eine Menge fußballerische Schonkost. Nicht unerwartet, hatte Krämer doch schon im Vorfeld betont, dass er im Ludwigspark »keinen Leckerbissen« erwarte. Als einziger hatte sich Saarbrückens Sökler spielerisch nicht auf Diät gesetzt. Der FCS-Torschütze wirbelte die Bielefelder immer wieder durcheinander und ersetzte den grippekranken Marcel Ziemer (bisher elf Treffer) damit bestens. Weil dem FCS-Alleinunterhalter aber die Unterstützung in der Offensive fehlte, blieb sein Bemühen unbelohnt.
Dafür machten die Gäste aus deutlich weniger ziemlich viel. 34 Minuten waren gespielt, als Testroet den Ball auf den rechts durchstartenden Klos ablegte. Und der ließ sich seinen aus sechs Metern verwandelten 16. Saisontreffer nicht mehr nehmen. Fünf dieser Tore hat der 25-Jährige nach seinem Dreierpack im Hinspiel (3:2) damit allein gegen Saarbrücken erzielt.
Mit dem Seitenwechsel ließ die Anzahl messbarer Impulse zunächst deutlich nach. Zehn Minuten lang neutralisierten sich beide Mannschaften fast vollständig. Dann kam – wer sonst – Sökler und prüfte Platins aus der Kurzdistanz (55.). Im Gegenzug wurde ein Schuss von Klos geblockt. Der Angreifer musste danach mit einer Oberschenkelverletzung vom Platz. Das Toreschießen übernahm dafür Pascal Testroet, dessen Schuss aus 25 Metern dem FCS-Keeper durch die Beine rutschte (73.). Kurz mussten die Arminen noch einmal zittern, weil Appiah nach einem Wirrwarr im Strafraum ins eigene Netz traf (76.). Doch der für Klos eingewechselte Sebastian Glasner machte mit dem 4:2 (89.) alles klar.
Saarbrücken: Fernandez - Stegerer, Lerandy, Knipping, Kohler - Stiefler, Eggert, Maek, Bach (69. Laux) - Sökler, Özbek (73. Dausend)
Bielefeld: Platins - Strifler, Hübener, Appiah, Salger - Schütz, Hornig - Rahn, Testroet (73. Schönfeld), Hille (85. Riese) - Klos (58. Glasner)
Schiedsrichter: Gerach (Landau)
Zuschauer: 3036
Tore: 1:0 Sökler (5.), 1:1 Klos (14.), 1:2 Klos (34.), 1:3 Testroet (73.), 2:3 Appiah (Eigentor, 76.), 2:4 Glasner (89.)
Gelbe Karten: Eggert, Kohler / Appiah
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