Arminia Bielefeld
DSC-Duo im Live-Chat
Bielefeld (WB). Welche Profis verstärken die Arminia? Welche Spieler verlassen den Verein? Diese und andere Fragen können am Mittwoch direkt an die Verantwortlichen des Drittligisten gerichtet werden. Denn Trainer Stefan Krämer und Geschäftsführer Marcus Uhlig besuchen das WESTFALEN-BLATT und werden im Live-Chat von 16 Uhr an Stellung zu allen wichtigen Themen rund um den Klub beziehen. Dazu zählt auch das Westfalenpokalfinale gegen Preußen Münster. Die Partie wird am Sonntag, 8. Juli (16 Uhr) in der Schüco-Arena ausgetragen.








Wiesbaden (dpa) - Fußball-Drittligist SV Wehen Wiesbaden hat den ersten Neuzugang für die neue Saison verpflichtet. Abwehrspieler Jeff Gyasi kommt von Rot Weiß Oberhausen und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2014, wie der Verein mitteilte.
Der 23-jährige Nigerianer kann sowohl in der Innenverteidigung als auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden. »Jeff Gyasi ist ein Kämpfer, der sich in der dritten Liga etabliert hat und mit seinen erst 23 Jahren zudem noch Entwicklungspotenzial nach oben besitzt«, sagte SVWW- Geschäftsführer Wolfgang Gräf.
Karlsruhe (dpa/lsw) - Beim Karlsruher SC hat schon einen Tag nach dem Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga der erwartete Umbruch begonnen. Mittelfeldspieler Marcus Piossek erklärte, künftig für den Drittliga-Konkurrenten VfL Osnabrück zu spielen.
Das gaben die Niedersachsen auf ihrer Internetseite bekannt. Der 22-Jährige war erst im vergangenen Jahr von Rot-Weiß Ahlen zum KSC gewechselt, kam dort aber aufgrund seiner Verletzungsprobleme nur in der zweiten Mannschaft zum Einsatz. In Osnabrück unterschrieb der ehemalige U20-Nationalspieler einen Zweijahresvertrag.
Der Karlsruher Sportdirektor Oliver Kreuzer hatte nach dem Abstieg erklärt, in der 3. Liga mit »mit sieben, acht, neun Spielern« aus dem bisherigen Kader weiterarbeiten zu wollen. »Wir wollen keinen kompletten Neuaufbau. Wenn man wieder 22 neue Spieler holt, bis da wieder Automatismen greifen, das dauert zu lange«, meinte er. Sicher ist bereits, dass neben Piossek auch Elias Charalambous, Ionut Rada, Bakary Soumare und Makhtar Thioune den Verein verlassen werden.
Erfurt (dpa) - Der bisherige Kapitän Rudi Zedi vom Fußball-Drittligisten FC Rot-Weiß Erfurt wird ab der neuen Saison das Trainerteam der 1. Mannschaft ergänzen. Anfang des Monats war der gebürtige Essener vor dem letzten Saisonspiel gegen RW Oberhausen als Aktiver verabschiedet worden.
Er bestritt insgesamt 132 Punktspiele für den FC Rot-Weiß Erfurt. Zedi soll die ausbildungsbedingte Abwesenheit von Henri Fuchs kompensieren. Fuchs wird für die kommenden zehn Monate an mindestens drei Tagen der Woche zur Sporthochschule Köln fahren müssen, um dort seinen Fußballlehrer zu machen, teilte der Verein mit.
Potsdam (dpa) - Christian Benbennek wird neuer Trainer beim Fußball-Drittligisten SV Babelsberg 03. Der Pole unterschrieb einen Einjahresvertrag. Der 39-Jährige ersetzt den am Vortag überraschend beurlaubten Coach Dietmar Demuth, unter dem der hoch verschuldete Verein den Klassenerhalt schaffte.
Babelsberg hatte den Demuth-Vertrag erst kürzlich bis Ende Juni 2013 verlängert. Benbennek hatte bis Sommer 2011 den Regionalligisten Eintracht Braunschweig II trainiert, danach war er als Scout tätig.
»Dieser Entscheidung ging eine gründliche Analyse voraus. Es ging nicht um die Person, sondern um den Verein«, sagte Geschäftsführer Klaus Brüggemann zu der Entscheidung. Präsident Thomas Bastian sprach von vorangegangenen »Störungen«, ohne präziser zu werden. »Niemand bestreitet die Verdienste Demuths, aber zuletzt ist eine Stagnation eingetreten«, sagte Bastian.
Karlsruhe (dpa) - Außenseiter Jahn Regensburg hat die große Überraschung geschafft und den Karlsruher SC aus der 2. Fußball- Bundesliga verdrängt.
Der Drittliga-Dritte erreichte im zweiten Relegationsspiel ein 2:2 (1:1) im Wildparkstadion und sorgte damit dafür, dass der ehemalige UEFA-Pokal-Teilnehmer zum zweiten Mal nach 2000 in die Drittklassigkeit absteigen muss.
André Laurito (66.) erzielte vor 24 463 größtenteils schockierten und teilweise randalierenden Zuschauern den so wichtigen Ausgleich für die Regensburger, der ihnen nach dem 1:1 im Hinspiel aufgrund der Auswärtstorregel zur Rückkehr in die 2. Liga reichte. Oliver Hein hatte den Außenseiter bereits in der 28. Minute überraschend in Führung gebracht. Doch Klemen Lavric (32.) und Ilias Charalambous (56.) schienen diese dramatische Partie zwischenzeitlich schon einmal zugunsten des KSC gedreht zu haben.
»Ein Traum ist wahr. Jetzt sind wir in der zweiten Liga, das hätte nie jemand für möglich gehalten«, jubelte Regensburgs Sportdirektor Franz Gerber. »Das ist eine unglaubliche Leistung, wir sind verdient aufgestiegen.« KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer fehlten dagegen beinahe die Worte. »Das ist tragisch«, sagte er. »Nach dem 2:1 hatte ich das Gefühl, dass wir jetzt obenauf sind. Aber Regensburg hat guten Fußball gespielt. Sie sind nicht unverdient aufgestiegen.«
Einige KSC-Fans zeigten sich nicht derart sportlich. Sie versuchten, unmittelbar nach dem Schlusspfiff den Rasen zu stürmen und Feuerwerkskörper zu zünden. Auf der anderen Seite feierten wenige hundert Regensburger, dass die imposante Serie erneut gehalten hatte, nach der sich in dieser Relegation immer der Drittligist durchsetzt.
Der SSV Jahn, der Jim-Patrick Müller (90./Rot) und Tim Erfen (87./Gelb-Rot) sogar noch mit Platzverweisen verlor, spielte zuletzt in der Saison 2003/2004 in der 2. Bundesliga, stieg damals aber nach nur einem Jahr wieder ab. Den Badenern blieb ein Happy-End nach einer turbulenten, nervenaufreibenden Saison mit drei Trainern und über 30 Spielertransfers doch noch verwehrt.
Dabei hätte dem KSC sogar ein 0:0 zum Klassenerhalt gereicht. Der Favorit spielte auch lange Zeit beherzt auf Sieg, Lavric besaß nach Vorarbeit von Makhtar Thioune die erste große Chance (16.). Beide Spieler hatte Trainer Markus Kauczinski zur Stärkung der Offensive von Beginn an gebracht.
Danach wurde es immer turbulenter. Nach einem Eckball traf Hein mit einem fulminanten Schuss von der Strafraumgrenze zum 0:1. Doch der KSC bewies zunächst wieder jene Nervenstärke, die ihn zuletzt bei seinen vier Heimsiegen in der Schlussphase der regulären Zweitliga-Saison ausgezeichnet hatte. Lavric erzielte per Kopf umgehend den Ausgleich. Auch nach dem Wechsel waren die Badener anfangs besser und belohnten sich mit dem 2:1 von Charalambous.
Anschließend machten die Gastgeber jedoch den Fehler, sich zu weit zurückzuziehen. Regensburg zeigte noch einmal viel Leidenschaft und Kampfgeist, bereits in der 61. Minute hätte Thiemo-Jerome Kialka den Ausgleich erzielen können. Der gelang dann Laurito fünf Minuten später per Kopf nach einem Eckball. Möglicherweise ein perfektes Abschiedsgeschenk für Trainer Markus Weinzierl, der vor einem Wechsel zum Bundesligisten FC Augsburg steht.