
Bochum/Bielefeld (WB). Keine einzige der 450 Spielminuten hat Kristina Gessat vom Fußball-Zweitligisten FSV Gütersloh bei der U 20-Weltmeisterschaft der Frauen bisher verpasst. Vor den vielleicht wichtigsten 90 Minuten ihrer Karriere beim WM-Finale in Bielefeld hat sich Sportredakteur Sebastian Bauer mit der Innenverteidigerin unterhalten.
Sie spielen bei einem ostwestfälischen Zweitligisten Fußball, nun bestreiten Sie das WM-Finale in Bielefeld. Damit müsste für Sie doch ein Traum in Erfüllung gehen?
Kristina Gessat: »Natürlich war genau das mein Traum. Dass es jetzt genau so kommt ist natürlich Wahnsinn. Das war unser Ziel, aber es waren zuletzt zwei harte Gegner in der K.o.-Runde mit Nord- und Südkorea. Ich bin jetzt einfach überglücklich, dass wir am Sonntag das Finale spielen können.«
Freuen Sie sich auf die Zuschauer und die Stimmung im Bielefelder Stadion?
Gessat: »Absolut. Ich spiele sozusagen in der Heimat und freue mich riesig darauf. Bielefeld war immer unser und mein Ziel. Auch mit der Hilfe der Fans und der Stimmung im Rücken sind wir bisher überhaupt so weit gekommen. Das alles trägt einen erst richtig durch das Turnier.«
Werden Vertreter von ihrem Verein FSV Gütersloh beim Finale im Stadion sein?
Gessat: »Ich habe gehört, dass eine Menge Leute aus Gütersloh kommen werden. Ich bin sehr gespannt, was mich am Sonntag in Bielefeld erwartet.«
Wie sehen Sie den Endspielgegner Nigeria?
Gessat: »Der Gegner ist eigentlich egal, wir konnten ihn uns sowieso nicht aussuchen. Vor jedem Gegner haben wir großen Respekt. Nigeria ist sicher sehr zweikampfstark und unangenehm zu spielen, das ist uns durchaus bewusst. Wir haben dafür das gesamte Stadion im Rücken.«
Man hat das Gefühl, die deutsche Mannschaft tritt bei diesem Turnier als richtig eingeschworene Einheit auf. Die Stimmung in der Mannschaft scheint hervorragend zu sein.
Gessat: »Die Stimmung im Team ist bombastisch. Sie war schon vor der Weltmeisterschaft gut. Wir haben uns schon vor dem Turnier gesagt: 'Einer für alle und alle für einen.' Genau das rufen wir uns auch immer wieder laut auf dem Platz vor jedem Spiel zu. Dadurch, dass wir so erfolgreich sind, hat sich das alles noch weiter gefestigt. Jeder in dieser Mannschaft weiß, wo sein Platz ist und genießt es momentan sehr.«
Die deutsche Mannschaft ist der klare Final-Favorit. Ist das schlimm, sieht das Team das als Ballast?
Gessat: »Das freut mich und alle anderen eher, weil wir bis jetzt ein Riesenturnier gespielt und uns diesen Respekt und die Favoritenrolle hart erarbeitet haben. Wir sind bisher souverän aufgetreten und wollen genau so im Finale auftreten.«
Sie selbst haben bei der WM in der Innenverteidigung gespielt und sind selten über die Mittellinie gekommen. Freuen sie sich schon darauf, im Verein wieder offensiver spielen zu können?
Gessat: »Mir macht es hinten schon sehr viel Spaß. Ehrlich gesagt wird es aber auch schön, bald mal wieder über die Mittellinie hinaus zu kommen.«
31.07.2010
Harsewinkel (man). Auch die Karriere des siebenfachen Formel 1-Weltmeisters Michael Schumacher begann im Kartsport. Nun eifert der Nachwuchs des MSC Harsewinkel dem Motorsport-Ass nach - die »Mini-Schumis« gaben schon im ersten Saisonteil richtig »Gummi«.
Gütersloh (WB). In der Fußball-Bezirksliga steht ein Kracher vor der Tür: Am Sonntag trifft St. Gabriel auf Tur Abdin Gütersloh. In der Szene ist es das Spiel des Jahres, Außenstehende können die Brisanz nur erahnen. Daniel Moßbrucker sprach mit Michael Esen (30), Ex-Trainer beider Klubs, über das Derby, Rivalität und Michael Ballack.
Gütersloh (cas). Erst Gegen Mitternacht waren die Pokal-Heldinnen des FSV Gütersloh wieder in der Dalkestadt zurück. Nur für Brigitta Schmücker, die gegen Werder Bremen mit ihrem Siegtor zum 3:2 den Zweitligisten verdient ins Achtelfinale köpfte, ging die Reise noch weiter.
Gütersloh-Avenwedde (WB). Die Tischtennisspieler der DJK Blau-Weiß Avenwedde schmettern den kleinen weißen Zelluloidball künftig in der Verbandsliga über's Netz. Ganz bescheiden gibt der Liganeuling den Klassenerhalt als Saisonziel aus.
Herzebrock-Clarholz (WB). Seit dem vergangenen Wochenende schaut sich Udo Grimm die Tabelle der Fußball-Kreisliga B (Gruppe 2) besonders gern an. Denn »sein« Herzebrocker SV, mit dem frühere Obmann und langjährige Ex-Aktive immer noch ganz eng verbunden ist, steht nach drei Spieltagen mit drei Siegen an der Spitze.
Kreis Gütersloh (WB). Klare Voraussetzungen gelten für die heutigen Auftritte der Fußball-Regionalligisten SC Wiedenbrück 2000 und SC Verl im Westfalenpokal. Beide Klubs sollen sich nach den Willen ihrer Trainer ab 18.30 Uhr bei unterklassigen Klubs für das Achtelfinale am 20. November qualifizieren.
Marienfeld (rob). Im Ziel war Sabine Schumacher einfach »total happy«. Die Laufstrecke als letzte Disziplin eines langen Triathlontages legte sie mit einem Lächeln zurück, wie die Fotos zeigen, die sie in die Heimat geschickt hat. Die Freude ist berechtigt, denn Sabine Schumacher feierte beim Ironman Kanada nach dreijähriger Verletzungspause ein erfolgreiches Comeback.
Gütersloh (WB). Die Sportlandschaft wird sich in Gütersloh umkrempeln - mitunter radikal! Den Eindruck hat der erste Sportgipfel gestern Abend vermittelt. Positiv: Vereine und Politik sitzen wieder an einem Tisch. Ein Ende der Konfrontation ist das nicht.
Verl (WB). Lange, zum Teil sogar ganz lange Gesichter an der Poststraße. Der diesmal biedere SC Verl wurde von den filigranen U23-Technikern des FSV Mainz brutal entzaubert und auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Am verdienten 2:0 (1:0)-Sieg der Gäste gibt es nichts zu deuteln.
Gütersloh-Spexard (WB). Doris Figgemeier (37), Andrea Pohlmann (45), Regina Höppner (25) und Sabine Becker (45): Die fröhliche und unzertrennliche »Viererbande« des Tischtennis-Oberligisten SV Spexard. Schon seit acht Jahren hält dieses Quartett eisern zusammen, ist gemeinsam durch Höhen und Tiefen marschiert.
Rheda-Wiedenbrück (WB). Im Sporthotel Wiedenbrück war es in der Nacht von Freitag zu Samstag eng. Neben der Mannschaft von Bayer Leverkusen II nächtigte auch das Team des 1. FC Kaiserslautern II an der Wasserstraße. Alle Spieler schienen allerdings gut geschlafen zu haben: Bayer gewann mit 3:1 beim SC Wiedenbrück 2000 und die »Roten Teufel« triumphierten mit 2:0 bei Arminia Bielefeld II.