
Von Bärbel Hillebrenner
Herford (HK). Scharfe Kritik richtet die IG BAU gegen den Herforder Zeitarbeitsvermittler Zeitwert GmbH. Dieser hatte behauptet, dass seine 16 Leiharbeiter bei der Betriebsratswahl im Betonwerk Westerwelle ausgegrenzt worden seien.
Nach dem Betriebsverfassungsgesetz haben auch Leiharbeiter das Recht, an einer Betriebsratswahl teilzunehmen. Dafür müssen sie mindestens drei Monate beim Entleiher eingesetzt werden. Für die Frist ist die Zeit auf dem Arbeitnehmerüberlassungsvertrag entscheidend. Bei Westerwelle ist der Einsatz sogar unbefristet. »Niemand ist bei der Wahl übergangen worden, im Gegenteil: Die Liste aller Wahlberechtigten hat lange genug öffentlich bei Westerwelle ausgehangen. Jeder Arbeiter konnte sie einsehen. Warum hat denn von den Leiharbeitern keiner reagiert, wenn er da nicht draufgestanden hat?«, fragt Gewerkschaftssekretär Stefan Finke, der den im Urlaub weilenden Bodo Matthey vertritt. Er bezeichnet den Vertriebsleiter der Zeitwert GmbH, Achim Niehus, als »Wolf im Schafspelz«.
Dieser hatte im Exklusiv-Bericht des HERFORDER KREISBLATTS am vergangenen Freitag den Vorgang der Wahl kritisiert und auch im Namen seiner Leiharbeiter eine Wahlwiederholung gefordert. Dazu Finke: »Wenn Herr Niehus so besorgt um seine Mitarbeiter ist, hätte er doch viel früher reagieren können. Und warum hat er in seiner eigenen Firma denn keinen Betriebsrat?«
Für die IG BAU sei das Verhalten der »Gipfel der Doppelmoral«, weil weder die Firma Zeitwert noch die Westerwelle-Geschäftsführung die ausgehängte Wahlliste beanstandet hätten. Finke: »Nach der Wahl am 30. April hätte innerhalb von zwei Wochen die Wahl angefochten werden können. Das aber tat niemand. Damit ist die Wahl gültig.« Es sei »ein Stück aus dem Tollhaus, wenn sich die Herren Niehus und Westerwelle jetzt hinter den Leiharbeitern verschanzen, um den Betriebsrat zu attackieren, den sie ja ohnehin nie gewollt haben.«
27.07.2010
Hiddenhausen (HK). »Und ich hatte mich doch so auf Oliver Neuville gefreut!« Die Enttäuschung stand dem kleinen Knirps ins Gesicht geschrieben. Nicht nur den ehemaligen deutschen Nationalstürmer vermissten die 600 Fans gestern Abend beim Freundschaftsspiel des Fußball-Zweitligisten DSC Arminia Bielefeld beim A-Ligisten SpVg. Hiddenhausen.
Herford (HK/dpa). In der zweiten Runde des DFB-Pokalwettbewerbs der Frauen haben sich die Favoriten durchgesetzt. Neben dem Herforder SV schied nur ein weiterer der zwölf Erstligisten aus.
Spenge (lak). Das sollte Selbstbewusstsein geben: Die Handballer des TuS Spenge haben am Mittwochabend das Vorbereitungsturnier der vier ostwestfälischen Drittligisten in Minden gewonnen.
Herford (HK). Tanja Schulte war nach dem Abpfiff und fünf Gegentreffern innerhalb von zwölf Minuten konsterniert: »Mit unseren Aussetzern haben wir uns das ganze Spiel kaputt gemacht!«
Herford (HK). 642 Zuschauer rieben sich zur Halbzeit verwundert die Augen. Bis dahin hatten die Fußballerinnen des Herforder SV ein 0:0 gegen Titelverteidiger FCR Duisburg verteidigt. Um so ernüchternder war das 0:6 am Ende: Pokal-K.o. in Runde zwei.
Herford (HK). Nein, einen unangenehmeren Gegner hätte WM-Botschafterin Renate Lingor vor gut zwei Wochen für den Herforder SV kaum aus dem Lostopf ziehen können.
Herford (kp/vf/gag). Kurz vor dem Ende der Wechselfrist hat der SC Herford auf dem Spielermarkt noch einmal zugeschlagen. Der Fußball-Landesligist hat den 20-jährigen Stefan Langemann vom Regionalligisten SF Lotte für eine Saison ausgeliehen.
Herford (vf/dpa). Das Spiel war schon mehr als eine halbe Stunde vorbei. Das Stadion am Elsterweg war leer, die Tore hochgeklappt, die Pressekonferenz gelaufen. Nur auf dem Rasen hockten immer noch mehrere Fußballerinnen des Herforder SV und besprachen das 3:6 beim VfL Wolfsburg.
Wolfsburg (HK). Nanu, da war doch was? Keine 24 Stunden vorher. In der gleichen Stadt. Allerdings in einem anderen Stadion.
Bünde (WB). »Jedesmal hatte es den Anschein, als hätte er den Zug des Gegners schon im voraus erwartet.« Diesen Satz aus der berühmten »Schachnovelle« von Stefan Zweig (1881-1942) kennt Pascal Brunke noch nicht. Dafür kann der Grundschüler schon französisch, spanisch und sizilianisch. Er spielt alle Sprachen fließend. Er spielt Schach.
Kreis Herford (WB). Mit großen Ambitionen gehen die Tischtennis-Spieler des TuS Bardüttingdorf (Verbandsliga) und des TuS Hücker-Aschen (Bezirksklasse) in die Saison. Die Sportredaktion hat sich vor dem Start in den Vereinen umgehört.
Herford (WB). Genau zwei Jahre ist es her, als die Karriere von Georg Koch ein jähes Ende nahm. Während eines Ligaspiels in Österreich gegen den Stadtrivalen Austria Wien explodierte ein aus dem Austria-Fanblock geworfener Knallkörper neben dem damaligen Torhüter von Rapid Wien. Laut Mannschaftsarzt Benno Zifko erlitt Koch ein Gehörtrauma und einen Kreislaufzusammenbruch. Wie es dem Sportlichen Leiter des SC Herford heute geht: Sportredakteur Victor Fritzen hat mit dem 38-Jährigen gesprochen.
Kreis Herford (WB). Einer Schätzung des Landessportbundes zufolge hat jedes fünfte Mädchen und jeder 13. Junge schon einmal sexualisierte Gewalt erfahren, manche auch im Sport. Nicht erst seit den Missbrauchsfällen in kirchlichen Einrichtungen und im Rahmen einer Ferienfreizeit auf Ameland beschäftigt sich Anja Gerke, hauptamtliche Mitarbeiterin der Sportjugend im Kreis Herford, mit dem Thema »Sexuelle Gewalt im Sport«.