Kommentar zu Frauke Petry
Peinlich

Es ist eine peinliche Posse, die der einstige AfD-Star Frauke Petry aufführt. All das kommt freilich nicht überraschend. Im Vorfeld des Kölner Parteitages im April war sie von ihrem Co-Vorsitzenden Jörg Meuthen und den AfD-Spitzen Alexander Gauland und Alice Weidel ausgebootet worden.

Dienstag, 26.09.2017, 21:30 Uhr
Frauke Petry und Marcus Pretzell im Mai bei einer Pressekonferenz in Berlin. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Frauke Petry und Marcus Pretzell im Mai bei einer Pressekonferenz in Berlin. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Seitdem gilt Petry in Partei und im sächsischen Landesverband als isoliert. Ähnliches lässt sich für ihren Ehemann, den bisherigen NRW-Landes- und Fraktionschef Marcus Pretzell, sagen.

Dass Petry sich offenbar im Wissen um ihr Vorgehen in den Bundestag hat wählen lassen, ist ein Skandal. Auch, dass sie und ihr Mann nun wohl weiter Diäten kassieren.

Sollte Petry ein Kalkül verfolgen, nämlich die nach rechts gedriftete AfD spalten zu wollen, um eine eigene Gruppierung ins Leben zu rufen, hat sie sich den falschen Zeitpunkt ausgesucht. Mitten im Triumph – und das ist der Einzug in den Bundestag – wird ihr kaum jemand folgen.

Stattdessen wird sie das Schicksal von Bernd Lucke teilen, dem AfD-Gründer, den Petry mit Hilfe der Rechten einst entmachtete. Lucke ist schon lange in der Versenkung verschwunden.

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