250 Bürger demonstrieren in Hüllhorst gegen die AfD und den Besuch des Spitzenkandidaten
Lautstarker Protest gegen Gauland

Hüllhorst (WB/wk). Etwa 250 Menschen haben Donnerstagabend friedlich gegen den Auftritt des AfD-Politikers Alexander Gauland in der Hüllhorster Ilex-Halle demonstriert. Aufgerufen zu der Protestkundgebung hatte das Aktionsbündnis »Hüllhorst ist bunt«.

Donnerstag, 31.08.2017, 21:09 Uhr aktualisiert: 01.09.2017, 15:04 Uhr
Demonstration in Hüllhorst: Nach Schätzungen der Polizei haben gestern 250 Menschen an der Ilex-Halle gegen die AfD und den Auftritt von Alexander Gauland protestiert. Foto: Wessel
Demonstration in Hüllhorst: Nach Schätzungen der Polizei haben gestern 250 Menschen an der Ilex-Halle gegen die AfD und den Auftritt von Alexander Gauland protestiert. Foto: Wessel

Hüllhorster demonstrieren gegen Gauland

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  • Foto: Oliver Schwabe und Kai Wessel
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Mit Luftballons, Tröten und Trillerpfeifen bewaffnet hatten sich die Bürger schon 45 Minuten vor Beginn der Veranstaltung auf dem Schulhof der Gesamtschule versammelt.

Auf Transparenten waren Sätze zu lesen wie »Hüllhorst ist bunt«, »Brandstifter entsorgen« oder auch »AfD – neeee!« Die Organisatoren Niklas Krusberski und Benjamin Rauer betonten, dass den Besuchern der Demo keine Vorgaben gemacht worden seien. »Ich finde es super, dass so viele Bürger kreativ waren, um hier ein Zeichen zu setzen«, sagte Krusberski.

Kritik an Gauland-Aussage

Rentnerin Regina Nitsch (66) hatte eines von vielen Plakaten gegen die AfD mitgebracht: »Wer wie Herr Gauland sagt, dass man jemanden ›entsorgen‹ muss, der ist doch kein Mensch. Das geht doch gar nicht.« Andrea Born (45) nannte die Demonstration einen »Familienpflichttermin«: »Da müssen wir Eltern gegenüber unseren Kindern die richtige Haltung vermitteln.« Bürgermeister Bernd Rührup verfolgte die friedliche Demonstration und befand: »Das ist Demokratie.«

AfD-Material kommt nicht an

Während der Protestaktion hatte Dietrich Janzen (59), Beisitzer im AfD-Kreisvorstand, versucht, die Demonstranten durch den Zaun mit Informationsmaterial der AfD zu versorgen. Erfolg hatte er keinen. »Von denen kommt nur blanker Hass rüber«, sagte der Espelkamper.

200 Zuhörer in der Ilex-Halle

In der Ilex-Halle verfolgten unterdessen etwa 200 Zuhörer die Rede von AfD-Spitzenkandidat Gauland. Die Polizei hatte die Veranstaltung mit einem Großaufgebot gesichert. Dabei wurden die heimischen Beamten von Spezialkräften aus Münster unterstützt.

Ursprünglich hatte die AfD die Stadthalle Lübbecke für ihren Spitzenkandidaten vorgesehen. Weil die jedoch wegen Reparaturarbeiten nicht zur Verfügung stand, fiel die Wahl auf die Hüllhorster Ilex-Halle.

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