AfD-Spitzenkandidat auf Wahlkampf-Tour in der Ilex-Halle
Gauland kommt bei seinen Anhängern gut an

Hüllhorst (WB/tho). Der in diesen Tagen viel kritisierte AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland ist zum Gegenangriff übergegangen.  Nach seinen Aussagen über die SPD-Integrationsstaatsministerin Aydan Özoguz (»in Anatolien entsorgen«) wies er die Empörung besonders von sozialdemokratischer Seite als »pure Heuchelei« und »Scheinheiligkeit« zurück.

Donnerstag, 31.08.2017, 19:42 Uhr aktualisiert: 01.09.2017, 15:14 Uhr
Alexander Gauland in Hüllhorst. Foto: Oliver Schwabe
Alexander Gauland in Hüllhorst. Foto: Oliver Schwabe

Hüllhorster demonstrieren gegen Gauland

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  • Foto: Oliver Schwabe und Kai Wessel
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 In der Aula der Gesamtschule Hüllhorst hatten sich am Donnerstagabend mehr als 200 Menschen versammelt, die den 76-Jährigen sprechen hören wollten. Vor der Tür, von Gittern weiträumig abgehalten, machten knapp doppelt so viele Gegendemonstranten mit Trillerpfeifen und Trommeln Lärm.

Organisiert hatte den Protest ein Zusammenschluss namens »Hüllhorst ist bunt«. Nach Angaben des früheren SPD-Landtagsabgeordneten Ernst-Wilhelm Rahe waren es ortsansässige und angereiste AfD-Gegner. Auf Plakaten wurde die AfD mit Nazis und Rassisten gleichgesetzt. Über den gebürtigen Chemnitzer Gauland hieß es auf einem Plakat: »Ich war selbst mal Flüchtling. Jetzt hetze ich gegen welche.« 

Gauland begann seine ruhige Rede mit der Forderung, die deutschen Grenzen zu schützen. »Keiner hat uns und Sie gefragt, wollt ihr mit einer Million fremder Menschen in diesem Land leben?« Wer aber gegen diese Politik sei, werde ausgegrenzt. Gauland forderte: »Wir müssen das Mittelmeer dicht machen.«

Inhaltlich erneuerte er die Kritik an Özoguz und sagte unter lautem Beifall, der Islam gehöre nicht zu Deutschland.

Die Kreispolizei, unterstützt von Bereitschaftspolizisten aus Münster, hatte die Lage unter Kontrolle. Gauland erreichte die Halle problemlos.

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