Neuer Torwart ist die Nummer eins – und will es bleiben
Schwolows Welt

Teistungen (WB). Alexander Schwolow steht nicht nur wie eine Eins, er ist die Nummer eins. Arminia Bielefelds neuer Torwart hat als gesetzter Schlussmann eine vermeintlich komfortable Situation beim Drittligisten. Sich deshalb in Sicherheit zu wiegen, ist dennoch nicht das Ding des 22-Jährigen.

Donnerstag, 03.07.2014, 09:28 Uhr aktualisiert: 03.07.2014, 18:32 Uhr
Neuer Torwart ist die Nummer eins – und will es bleiben : Schwolows Welt
Alexander Schwolow posiert für das Panorama unseres Fotografen, das aus mehreren Bildern zusammengesetzt ist Foto: Thomas F. Starke

Das hat es bei Arminia lange nicht mehr gegeben. Stritten sich zuletzt etwa Patrick Platins und Stefan Ortega in der Vorbereitung und die Saison hindurch um den Platz im Tor, ist Schwolow schon gesetzt. Vor dem Saisonstart am 26. Juli steht fest: Schwolows Aufgabe soll es sein, die gut 17,86 Quadratmeter zwischen Pfosten und Latte sauber zu halten. Jarno Peters (21) ist die klare Nummer zwei. Ein Konkurrenzkampf, der fürs Erste schon entschieden ist. »Alex ist die Nummer eins. Das wollten wir bewusst so haben. Für ihn ist es eine neue Situation, durch die er den nächsten Schritt machen soll«, erklärt DSC-Torwarttrainer Marco Kostmann.

Das war ein geniales Gefühl. Man will es immer wieder haben.

Alexander Schwolow

Das wünscht sich vor allem der SC Freiburg, der Schwolow für zwei Jahre an Arminia ausgeliehen hat. Beim Bundesligisten war der Keeper der zweite Mann hinter Oliver Baumann. Die 1. Liga kannte er lange nur von der Bank. Beim Freiburger Saisonfinale in Hannover flog Schwolow dann erstmals in einem Bundesligastadion nach den Bällen. »Das war ein geniales Gefühl. Man will es immer wieder haben«, gesteht der 22-Jährige nach dem »Wow«-Effekt vom 10. Mai dieses Jahres.
Schwolow weiß aber selbst, dass ihm weder dieser Einsatz noch das Vertrauen von Kostmann und Co. allein den Stammplatz im Kasten sichern werden: »Ich habe jetzt einen kleinen Vorsprung vor Jarno Peters. Im Profifußball kannst du dir dennoch nie zu 100 Prozent sicher sein, dass du spielst. Ich muss immer wieder meine Leistung bringen.«

Alexander Schwolow gibt sich abgeklärt. Träumereien liegen ihm fern. Floskeln eigentlich auch, dennoch gefällt es ihm gut, nur von Spiel zu Spiel zu denken. »In der ersten Saisonpartie will ich im Tor stehen und gut halten. Dann sehen wir weiter. Ich plane lieber kurzfristig, Schritt für Schritt. Das macht es einfacher, sich zu fokussieren.«

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Marco Kostmann (links) und Alexander Schwolow beim Training in Bielefeld. Foto: Starke

Obwohl er erst 22 ist, hat er eine große Gelassenheit und Ruhe.

Marco Kostmann

Sein Trainer Marco Kostmann hat wenig Bedenken, dass ihm das gelingen wird: »Alex hat mir schon in der U20-Nationalmannschaft imponiert, wo ich ihn trainiert habe. Deshalb habe ich darauf gedrängt, ihn zu holen. Obwohl er erst 22 ist, hat er eine große Gelassenheit und Ruhe.«

Auch die ihm noch relativ fremde 3. Liga macht Schwolow nicht nervös: »Ich muss gestehen, dass ich noch nicht viel darüber weiß. Schließlich sind die Spiele kaum im Fernsehen zu sehen. Es ist definitiv eine starke Liga mit vielen Traditionsklubs, die volle Stadien haben.«

Was in Partie eins auf die Nummer eins zukommt, ist ihm dafür klarer: »Die zweite Mannschaft des FSV Mainz kenne ich. In der Regionalliga haben wir mit Freiburg II häufiger gegen sie gespielt. Das ist eine gute Truppe.« Ihre Schüsse wird dann Arminias neuer Rückhalt Alexander Schwolow entschärfen. Alles mit großer Gelassenheit. Fokussiert nur auf diese 90 Minuten in Mainz.

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