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So., 27.07.2014

Auftaktsieg in Mainz Neuzugang Hemlein trifft in der Nachspielzeit

Die Arminen feiern in Mainz ihren hart erkämpften Auftaktsieg. Christoph Hemlein traf in der Nachspielzeit zum 2:1.

Die Arminen feiern in Mainz ihren hart erkämpften Auftaktsieg. Christoph Hemlein traf in der Nachspielzeit zum 2:1. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Mainz (WB). Arminia Bielefeld kann auch in der Nachspielzeit gewinnen. Gut zwei Monate nach dem Last-Minute-Abstieg aus der 2. Liga startete der DSC am Samstag, wie berichtet, mit einem Last-Minute-Sieg in die 3. Liga. Christoph Hemlein erzielte das 2:1-Siegtor beim FSV Mainz II.

»Im Mai gegen Darmstadt sind wir in der Nachspielzeit brutal bestraft worden, jetzt haben wir gezeigt, dass auch wir späte Tore schießen können«, sagte DSC-Trainer Norbert Meier nach dem »glücklichen Erfolg«.

Sieben neue Spieler in Meiers Startelf

Sieben Neue hatte Meier in die Startelf berufen, aber im neuen Umfeld fanden sich die Arminen zu Beginn schlecht zurecht. In der siebten Minute war die Bielefelder Abwehr zum ersten Mal unsortiert, was der freche Aufsteiger sofort ausnutzte. Nach Pass von Dennis Franzin lupfte Mounir Bouziane den Ball an DSC-Schlussmann Alexander Schwolow vorbei zum 1:0 für Mainz.

Die Gäste präsentierten sich defensiv unsortiert, der Spielaufbau war behäbig, und herausgespielte Torchancen gab es auch nicht. So musste hinten einmal Stephan Salger (16.) retten, dann Florian Dick (17.). Und kurz danach kam auch noch Bouziane frei zum Schuss, zielte aber zu hoch (18.).

Glücklicher Ausgleich

Sechs Minuten, nachdem Bouziane verletzt raus musste, kam Arminia wie aus dem Nichts zum glücklichen Ausgleich. Einen hohen Flankenball von Marc Lorenz ließ 05-Keeper Bernhard Hendl fallen, Fabian Klos staubte zum 1:1 ab. Großer Jubel bei den gut 1000 mitgereisten DSC-Fans, von denen einige nicht rechtzeitig im Stadion ankamen, weil der Sonderzug Verspätung hatte. Deshalb hatte die Partie erst um 14.11 Uhr begonnen.

Fanzug hatte Verspätung

Kurz nach dem 1:1 hätte Christoph Hemlein den Spielverlauf beinahe vollends auf den Kopf gestellt, doch sein Kopfball landete am linken Pfosten (40.). Nach einem Fehler von Dick bot sich Franzin die letzte Möglichkeit in Durchgang eins. Der Stürmer verzog aber (45.).

Die Arminen kamen verbessert aus der Kabine und hatten die erste gute Chance. Nach Pass von Dick scheiterte Christian Müller aber an Hendl (51.). Dann musste Schwolow sein ganzes Können aufbieten, um gegen Lucas Höler das 1:2 zu verhindern (53.). Dieses Duell gab es acht Minuten später erneut. Wieder blieb Schwolow Sieger.

Torwart macht Sieg möglich

Zehn Minuten vor dem Abpfiff brachte Schwolow den Mainzer zum letzten Mal an den Rand der Verzweiflung. Nach einem Konter hielt der Keeper wieder gegen Höler. »Dafür bin ich ja da«, wehrte Schwolow alle Lobeshymnen bescheiden ab. Doch erst der Schlussmann machte den späten Bielefelder Sieg möglich. Nach Flanke von Sebastian Schuppan war Hemlein zur Stelle (90.+1) und sorgte für Jubel und Erleichterung im Bielefelder Lager. »Aller Anfang ist schwer«, konstatierte Norbert Meier.

Statistik

Mainz II: Hendl - Schilk, Weil, Hack, F. Müller - Kalig, Falkenmeyer, Bohl, Wachs (71. Reinhardt) - Franzin, Bouziane (32. Höler)

Bielefeld: Schwolow - Dick, Börner, Salger, Schuppan - Hemlein, Kluge (65. Strifler), Brinkmann, Lorenz (90. Renneke) - Müller (79. Testroet), Klos

Tore: 1:0 Bouziane (7.), 1:1 Klos (38.), 2:1 Hemlein (90.+1)

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