Peinliche 1:5-Heimklatsche gegen Halleschen FC
Arminia macht das Tore schießen leicht

Bielefeld (WB). Das war gar nichts: Mit einer peinlichen 1:5 (1:1)-Heimpleite gegen den Halleschen FC ist Absteiger Arminia Bielefeld in die erste englische Woche dieser Drittligasaison gestartet.

Sonntag, 03.08.2014, 13:24 Uhr aktualisiert: 04.08.2014, 15:02 Uhr
Peinliche 1:5-Heimklatsche gegen Halleschen FC : Arminia macht das Tore schießen leicht
Halles Marcel Franke kann unbedrängt einköpfen, DSC-Torwart Alexander Schwolow ist beim 1:3 machtlos. Foto: Thomas F. Starke

»Diese Niederlage war auch in der Höhe verdient«, sprach DSC-Kapitän Fabian Klos nach dem enttäuschenden Auftritt Klartext. Trainer Norbert Meier sagte: »Wir müssen uns bei den Zuschauern für die letzte halbe Stunde entschuldigen.« Von Minute 60 bis Minute 85 kassierten die Bielefelder vier Gegentore, nach größtenteils haarsträubenden Fehlern. So gelangen Halle gleich zwei Treffer nach Eckbällen (60., 66. Minute), beim Spielstand von 1:3 war die Partie gelaufen.
Dabei hatte es ganz gut begonnen.

Kurz vor der Pause für ein Durcheinander im eigenen 16er bestraft

Die Anfangsphase war ausgeglichen, es gab Chancen auf beiden Seiten, das Tor machte Arminia: Einen Freistoß von Sebastian Schuppan köpfte Christoph Hemlein über den zu weit vor seinem Tor postierten HFC-Schlussmann Pierre Kleinheider ins Netz (26.). Kurz vor der Pause wurden die Gastgeber allerdings für ein Durcheinander im eigenen 16er bestraft: Sascha Pfeffer war der Nutznießer (42.), mit einem 1:1 ging es in die Kabinen.
Und wer weiß, wie das Spiel gelaufen wäre, wenn Klos in der 58. Minute statt des Innenpfostens ins Tor getroffen hätte. Zwei Minuten später dann der Anfang vom Ende. Einen Eckball lenkte Armine Julian Börner unglücklich ins eigene Tor, im Stadion wurde Halles Timo Furuholm als Torschütze angegeben. Auch beim Eckstoß sechs Minuten später stimmte es nicht. Christian Müller ließ seinen Gegenspieler Marcel Franke einfach laufen, der bedankte sich und köpfte völlig unbedrängt zum 1:3 ein.

Viele Zuschauer verließen fluchtartig das Stadion

Nachdem Halles Joker Osayamen Osawe (für Furuholm eingewechselt) auf 1:4 erhöht hatte (82.), verließen viele der 12 628 Zuschauer fluchtartig das Stadion. Sie verpassten das 1:5, das wiederum Osawe nach einem erneuten schlimmen Patzer der Arminen erzielte (85.). »Das geht so nicht, da muss man ein Abschlachten vermeiden. Wir sind in eine Lethargie verfallen. Vielleicht ist das der richtige Wachmacher, dass einige sehen: Es geht nicht von alleine«, sagte Meier.
Halles Trainer Sven Köhler war eine Woche nach dem 0:3-Auftakt gegen Chemnitz natürlich besser gelaunt: »Wir haben nach dem Chemnitz-Spiel die richtige Reaktion gezeigt, auch wenn das Ergebnis am Ende zu hoch ausgefallen ist. Meine Jungs müssen dieses Ergebnis richtig einordnen.«

»Wir müssen am Dienstag sehr viel besser machen«

Chemnitz ist der nächste Arminia-Gegner, bereits am Dienstag steht der dritte Spieltag an. Die Sachsen gewannen gestern 2:0 gegen den VfL Osnabrück und sind Tabellenführer, der DSC rutschte auf Platz zwölf ab. »Wir müssen am Dienstag sehr viel besser machen«, lautete die Einschätzung von Klos.

Statistik

Arminia Bielefeld: Schwolow - Dick, Börner, Salger, Schuppan - Kluge (58. Strifler), Brinkmann - Hemlein, Müller (72. Testroet), Lorenz (58. Mast) - Klos

Hallescher FC: Kleinheider - Brügmann, Rau, Franke, Schick - Kruse, Jansen - Pfeffer (84. Baude), Gogia, Bertram (84. Aydemir) - Furuholm (70. Osawe) 

Schiedsrichter: Alt (Heusweiler)

Zuschauer: 12.628

Tore: 1:0 Hemlein (26.), 1:1 Pfeffer (42.), 1:2 Börner (Eigentor, 60.), 1:3 Franke (66.), 1:4 (82.) und 1:5 (85.) Osawe

Gelbe Karten: Strifler / Bertram, Rau, Jansen (2), Kruse

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2651820?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2536432%2F
Ein Ende und ein Anfang
Rheda-Wiedenbrück: Eine Luftaufnahme der Tönnies Holding. Foto: Guido Kirchner/dpa
Nachrichten-Ticker