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Mo., 04.08.2014

Das 1:5 gegen Halle ist Arminias höchste Heimniederlage in einem Ligaspiel seit Mai 1987 Chronologie eines Debakels

Der erste Streich: Sascha Pfeffer (rechts) lässt sich von der Bielefelder Überzahl nicht aufhalten und schießt zum 1:1 ein.

Der erste Streich: Sascha Pfeffer (rechts) lässt sich von der Bielefelder Überzahl nicht aufhalten und schießt zum 1:1 ein. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Seit der Zweitligasaison 1986/87 hatte Arminia Bielefeld in keinem Punktspiel vor heimischem Publikum fünf Gegentore kassiert. Am 5. Mai 1987 siegte Alemannia Aachen 5:1. Mit demselben Resultat triumphierte am Samstag der Hallesche FC auf der Alm. Die Chronologie des Debakels.

Vor dem Anpfiff: 12.628 Fans sind erwartungsvoll und gut gelaunt. Sie hoffen auf den ersten Heimerfolg seit dem 8. März (1:0 gegen Erzgebirge Aue).

10. Minute: Ein langer Einwurf von Marc Lorenz landet bei Fabian Klos, doch der Arminia-Kapitän scheitert an Halles Schlussmann Pierre Kleinheider.

12. Minute: Nach einem Konter der Hallenser schlägt Armine Stephan Salger ein Luftloch, Sascha Pfeffer verzieht freistehend.

26. Minute: Die beste Aktion der Gastgeber an diesem Tag: Sebastian Schuppan schlägt einen Freistoß in den Lauf von Christoph Hemlein, der Kleinheider per Kopf überwindet.

42. Minute: Nach einem großen Durcheinander am und im DSC-Strafraum landet der Ball schließlich bei Pfeffer, der mit links ins lange Eck schiebt – das 1:1.

58. Minute: Florian Dick flankt auf Klos, der nimmt den Ball perfekt mit der Brust mit, zieht mit links ab und trifft... nur den Innenpfosten. DSC-Trainer Norbert Meier wechselt zweimal aus: Jonas Strifler ersetzt Peer Kluge, Neuzugang Dennis Mast (ausgeliehen vom Karlsruher SC) feiert gegen seinen Ex-Klub aus Sachsen-Anhalt sein Debüt im Arminia-Trikot.

60. Minute: Eckball für Halle, Julian Börner köpft unglücklich zum langen Pfosten, wo Salger – im Zweikampf mit Timo Furuholm – das Eigentor nicht mehr verhindern kann.

66. Minute: Die Arminen zeigen ein noch schlechteres Abwehrverhalten als bei der Ecke sechs Minuten zuvor. Völlig unbedrängt kann Marcel Franke den Ball zum 1:3 ins Tor köpfen. Wieder ist keiner der beiden Pfosten besetzt.

71. Minute: Maximilian Jansen verpasst das vierte HFC-Tor, als er am Pfosten scheitert.

72. Minute: Meier zieht seine letzte Wechselmöglichkeit, bringt Pascal Testroet für Christian Müller – ohne positive Folgen.

82. Minute: Was Jansen zuvor nicht gelingen wollte, holt der für Furuholm eingewechselte Osayamen Osawe nach. Salger spielt einem Gegner den Ball in den Fuß, Pass in die Spitze, und Osawe schiebt die Kugel an DSC-Keeper Alexander Schwolow vorbei zum 1:4 ins Netz. Viele der Zuschauer sind spätestens jetzt bedient und verlassen fluchtartig das Stadion.

85. Minute: Sie verpassen, dass es für die Bielefelder noch schlimmer kommt. Florian Dick verliert den Ball, ein langer Pass auf Osawe, der von Julian Börner nicht konsequent attackiert wird, und es steht 1:5.

92. Minute: 120 Sekunden Nachspielzeit kommen oben drauf, dann sind die Arminen (und ihre Anhänger) endlich erlöst.
Nach dem Abpfiff: Wie nach dem 2:1-Sieg in Mainz eine Woche zuvor bilden die DSC-Profis samt Trainerstab einen Kreis, Fabian Klos ergreift das Wort. Er muss sich und seine Mitspieler aufbauen, schon am Dienstag in Chemnitz geht es weiter.

Statistik

Arminia Bielefeld: Schwolow - Dick, Börner, Salger, Schuppan - Kluge (58. Strifler), Brinkmann - Hemlein, Müller (72. Testroet), Lorenz (58. Mast) - Klos

Hallescher FC: Kleinheider - Brügmann, Rau, Franke, Schick - Kruse, Jansen - Pfeffer (84. Baude), Gogia, Bertram (84. Aydemir) - Furuholm (70. Osawe) 

Schiedsrichter: Alt (Heusweiler)

Zuschauer: 12.628

Tore: 1:0 Hemlein (26.), 1:1 Pfeffer (42.), 1:2 Börner (Eigentor, 60.), 1:3 Franke (66.), 1:4 (82.) und 1:5 (85.) Osawe

Gelbe Karten: Strifler / Bertram, Rau, Jansen (2), Kruse

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