Nach 1:5 gegen Halle: Sportchef Arabi fordert in Chemnitz neue Tugenden
»Kämpfen, kratzen, beißen«

Bielefeld (WB). Mit dem gerade Erlebten kann Arminia Bielefeld sich nicht lange aufhalten. Nur drei Tage nach dem desolaten 1:5 im Heimspiel gegen den Halleschen FC muss der DSC diese Schmach am Dienstag beim Chemnitzer FC (19 Uhr) schon wieder aus den Köpfen bekommen.

Dienstag, 05.08.2014, 12:21 Uhr aktualisiert: 05.08.2014, 14:28 Uhr
Nach 1:5 gegen Halle: Sportchef Arabi fordert in Chemnitz neue Tugenden : »Kämpfen, kratzen, beißen«
Jetzt ist Durchsetzungsvermögen gefragt: Fabian Klos (rechts) und seine Kollegen dürfen nicht wieder dem Gegner das Feld überlassen. Foto: Thomas F. Starke

Dass die Spiele nun – wie die Gegentore am vergangenen Samstag – Schlag auf Schlag kommen, passt Cheftrainer Norbert Meier bestens in den Kram: »Ich bin froh, dass wir jetzt sofort nach Chemnitz müssen. Im Stadion wird eine aufgeheizte Stimmung herrschen. Dort muss die Mannschaft Farbe bekennen.« Am besten mit einem klaren spielerischen Bekenntnis zur 3. Liga.

140802_dsc_-_hallescher_fc_43

Chef-Trainer Norbert Meier und sein Team. Foto: Thomas F. Starke

Arabi: »Hoffentlich ein Hallo-wach-Effekt«

»Große Teile der Leistung gegen Halle reichen nicht in dieser Liga. Das Gesamtpaket, vom Anfang bis zum Ende, ist nicht unser Anspruch«, betont Sportchef Samir Arabi.

Dennoch keimt die Hoffnung bei den Verantwortlichen des Zweitligaabsteigers, dass ausgerechnet die höchte Heimpleite seit Mai 1987 (1:5 gegen Aachen) dem Team zu einem Leistungsschub beim Spitzenreiter aus Sachsen verhilft. »Für alle war die Niederlage hoffentlich ein Hallo-wach-Effekt. Die Spieler haben gesehen, dass andere Mannschaften auch spielen können. Zusätzlich laufen, kämpfen, kratzen und beißen die. Diese Tugenden müssen auch wir abrufen«, fordert Arabi.

Limitierter Ist-Zustand

140726_mainz_u23_-_dsc_21

Peer Kluge beim Spiel in Mainz. Foto: Thomas F. Starke

Auf mehreren Ebenen bewegen sich die Arminen noch nicht auf dem angestrebten Level. Zudem limitiert der Ist-Zustand des Teams die Möglichkeiten. »Peer Kluge hat fast ein Jahr nicht gespielt. Julian Börner kam in der vergangenen Saison wenig zum Einsatz. Daniel Brinkmann war fast zwei Jahre raus, und Florian Dick ist erst seit zwei Wochen bei uns. Deshalb kann die Mannschaft noch nicht in der Verfassung sein, in der wir sie gerne hätten«, erklärt Meier. Nun schützt Trainingsrückstand nicht vor Pflichterfüllung. Genau das fordert Meier von seinen routiniertesten Akteuren: »Auch die Spieler, die viel Erfahrung haben, müssen einfach spielen. Sie dürfen nicht zu viel wollen, sondern sollen erst einmal ihre Aufgabe erfüllen.«

Schütz und Burmeister verletzt

Viele Alternativen zur bisherigen Stammelf hat der Trainer nicht, auch weil Mittelfeldspieler Tom Schütz (Meniskus-OP) und Felix Burmeister (Oberschenkelverletzung) ausfallen. Dennoch wird im Stadion an der Gellertstraße eine andere Mannschaft beginnen als zuletzt gegen Halle. »In der Startelf wird sich etwas verändern. Aber nur in dem Rahmen, in dem wir personell dazu in der Lage sind«, sagt Meier. So könnte etwa Dennis Mast auf der linken Mittelfeldseite beginnen. Auch Jerome Propheter könnte eine Chance in der zuletzt unsicheren Innenverteidigung bekommen.

140726_mainz_u23_-_dsc_26

Samir Arabi beim Gespräch mit einem Linienrichter in Mainz. Foto: Thomas F. Starke

Trotz des Stolperstarts in die Saison ist man beim Drittligisten bemüht, die Ruhe zu bewahren. »Weil es am Anfang noch etwas ruckelig läuft, fangen wir jetzt nicht an, alles in Frage zu stellen. Wir werden nicht acht Spieler rauswerfen und zwölf neue holen. Wir beobachten den Markt«, sagt Arabi zu möglichen Neuzugängen. Vor allem nach Verstärkungen für die Offensive halten die Arminen Ausschau. »Sollte Fabian Klos einmal ausfallen, brauchen wir im Angriff noch eine Alternative«, betont Meier.

So könnte Arminia spielen

Schwolow - Dick, Börner (Propheter), Salger, Schuppan - Kluge, Brinkmann - Hemlein, Müller, Mast (Lorenz) - Klos

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2655900?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2536432%2F
RKI dringt auf Senken der Fallzahlen - Sorgen um Pflegeheime
Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), spricht bei einem Pressebriefing zur aktuellen Covid-19-Lage in Deutschland.
Nachrichten-Ticker